Rheinland-Pfalz & SaarlandWaldbrand bei Reichenbach: "Lage im Griff"

Rund 21 Hektar Wald und Wiese standen in Flammen - und wurden vernichtet. Einsatzkräfte bekämpfen letzte Glutnester.
Reichenbach (dpa/lrs) - Der Waldbrand im Landkreis Birkenfeld ist weitgehend gelöscht - doch die Feuerwehr bekämpfte am Freitag noch Glutnester. "Wir haben die Lage im Griff und machen gute Fortschritte", sagte Lukas Klein, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Birkenfeld, laut einer Mitteilung vom Nachmittag. Zwei der drei Einsatzabschnitte seien abgeschlossen.
Rund 70 Feuerwehrleute seien im Einsatz, bewässerten die Fläche und bekämpften die Glutnester. Im teilweise steilen und schwer zugänglichen Gelände des noch offenen dritten Abschnitts setze zudem die Forstverwaltung die Aufräumarbeiten mit schwerem Gerät fort, hieß es.
Bereits am Abend hatte es eine erste Entwarnung gegeben: Das Feuer war "in den wesentlichen Brandabschnitten" unter Kontrolle, so der Landkreis. In der Nacht auf Freitag hatten die Einsatzkräfte einzelne Glutnester bekämpft. Wie die Feuerwehr am Morgen mitteilte, verlief die Sicherheitswache aber ruhig.
21 Hektar Wald- und Wiesenfläche vernichtet
Insgesamt habe das Feuer rund 21 Hektar Wald- und Wiesenfläche vernichtet, so der Landkreis. Der Brand wurde mutmaßlich durch den Unfall eines Rallyefahrzeugs bei einer Testfahrt ausgelöst. Einem Sprecher des Landkreises zufolge habe es Gespräche mit dem Bürgermeister über mögliche Testfahrten gegeben. Es habe jedoch keine Genehmigung für die Testfahrt auf einem Wirtschaftsweg der Gemeinde Reichenbach vorgelegen. Die Polizei habe das Fahrzeug für weitere Ermittlungen sichergestellt.
Panzer im Einsatz
Stark drehende Winde hatten die Löscharbeiten erschwert. "Durch ihren Einsatz haben die Kameradinnen und Kameraden mögliche Gefahren für die Gemeinde Kronweiler und das Abfallwirtschaftszentrum Reibertsbach abgewendet", sagte Klein. Neben den Feuerwehren seien auch Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehren der Bundeswehr, der US-Army und dem Verein "@fire" im Einsatz gewesen.
Auch die drei Polizeihubschrauber aus Hessen und Rheinland-Pfalz seien eine große Hilfe beim Löschen und der Lageerkundung gewesen, so der Landkreis. Zudem seien Wasserwerfer der Polizei eingesetzt worden - und Panzer der Bundeswehr. Sie schlugen Schneisen in den Wald, um Abschnitte zu schaffen, wie die Kreisverwaltung mitteilte. Etwa 220 Einsatzkräfte bekämpften laut Kreisverwaltung zwischenzeitlich die Flammen.