Sachsen-AnhaltBislang keine neuen Sichtungen der Nosferatu-Spinne

Halle (dpa/sa) - Sie ist groß, haarig und hat kräftige Beine: Die Nosferatu-Spinne wird in Süddeutschland immer häufiger gesichtet - in Sachsen-Anhalt gibt es keine jüngeren Beobachtungen dieser Tiere. Zuletzt sei die nach einem Stummfilmklassiker benannte Kräuseljagdspinne im Jahr 2018 in Halle nachgewiesen worden, teilte das Landesamt für Umweltschutz auf Nachfrage mit. Es sei sehr wahrscheinlich, dass das Tier oder ein Eigelege damals verschleppt wurde. Gartenerde komme unter anderem hierfür in Frage, hieß es. In den zurückliegenden vier Jahren habe es keine weiteren Nachweise gegeben.
Erstmals in Deutschland wurde die bis zu sieben Zentimeter große und stark behaarte Spinne mit der lateinischen Bezeichnung Zoropsis spinimana im Jahr 2005 in Freiburg im Breisgau entdeckt. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Wie das Landesamt weiter informierte, geht von der Spinne keine gesundheitliche Gefahr für den Menschen aus. Auch wenn sie als giftig bezeichnet wird, sei ein Biss etwa vergleichbar mit dem Stich einer Mücke.