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Sachsen-AnhaltCorona-Pandemie verändert Polizei-Präsenz

25.05.2021, 06:09 Uhr
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(Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Symbolbild)

Gefühlt ist die Polizeipräsenz in der Coronapandemie vielerorts gestiegen. Doch schlägt sich das auch auf die Mehrbelastung der Landespolizei nieder?

Magdeburg (dpa/sa) - Trotz vielfältiger Einsätze wie Demos und Kontrollen während der Pandemie ist die Zahl der geleisteten Überstunden der Landespolizei in Sachsen-Anhalt nicht gestiegen. Die Einsätze im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hätten "nicht zu einem Aufwuchs an Mehrarbeitsstunden geführt", sagte ein Sprecher des Innenministeriums Sachsen-Anhalt. Im Gegenteil: Die Polizei des Landes erfasste im Zeitraum 1. Januar bis 30. April 2021 weitaus weniger Mehrarbeitsstunden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Grund dafür seien an anderer Stelle coronabedingt weggefallene Polizeieinsätze. Dazu gehörten etwa abgesagte Großveranstaltungen wie Fußballspiele oder Konzerte, sagte der Ministeriumssprecher. Außerdem seien Polizei-Einsätze zur Unterstützung in anderen Bundesländern vielfach ausgefallen. Zudem versuche man Einsätze im Zusammenhang mit der Pandemie - sofern sie vorher bekannt sind - in die Regelarbeitszeit der Beamten zu integrieren.

Etwa 6000 Vollzugsbeamte arbeiten aktuell bei der Landespolizei. Das Personal soll künftig weiter aufgestockt werden. Es sei geplant, jedes Jahr so viele Nachwuchskräfte auszubilden, dass es in fünf Jahren fast 7000 aktive Polizistinnen und Polizisten gibt, sagte Innenminister Michael Richter (CDU) im März. Demnach müssten bis 2025 jedes Jahr 350 junge Männer und Frauen ihre Ausbildung an der Fachhochschule der Polizei beginnen.

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