Sachsen-AnhaltDienstrad-Leasing läuft an – Polizei und Schulen vorn

Mehr als 1.000 Landesbedienstete radeln jetzt mit Leasing-Fahrrädern los – wer nutzt das Angebot besonders rege?
Magdeburg (dpa/sa) - Das im Juni gestartete Dienstrad-Leasing für Beschäftigte der Landesverwaltung Sachsen-Anhalt ist aus Sicht des Finanzministeriums gut angelaufen. Bis zum 28. Juli haben 1.137 Bedienstete das Angebot in Anspruch genommen, teilte eine Sprecherin des Finanzministeriums in Magdeburg auf Anfrage mit. "Die Zahl der Registrierungen im Portal des Dienstleisters geht weit darüber hinaus."
Viele haben schon ihr grundsätzliches Interesse signalisiert
Die bisherige Inanspruchnahme des Angebots wertet das Ministerium der Finanzen als "sehr gut". "Bei circa 50.000 Landesbediensteten, von denen jedoch nicht jede Person zur Teilnahme am Fahrradleasing berechtigt ist, stellt eine Registrierung im Portal von mehr als 2.500 Bediensteten eine Quote von über fünf Prozent dar, welche bereits innerhalb der ersten sechs Wochen nach Beginn erreicht wurde."
Die Registrierung ist den Angaben zufolge Voraussetzung für den Start eines Leasingverhältnisses und der erste Schritt im Verfahren. "Mit der Registrierung erhalten die Bediensteten Zugang zum Portal und können anschließend - nach Auswahl eines Fahrrads, entweder online oder bei einem teilnehmenden Fahrradfachhändler - den Bestellvorgang auslösen", so die Sprecherin. Die Registrierung bekunde grundsätzlich das Interesse am Fahrradleasing.
Wer macht mit?
"Das Leasingangebot wird von der Polizei und dem Schulbereich besonders gut angenommen", erklärte die Ministeriumssprecherin weiter. "Vorrangig wird das Leasing in Halle und Magdeburg genutzt."
So funktioniert Dienstrad-Leasing
Beim Dienstrad-Leasing wird ein Teil des Gehalts umgewandelt und als Leasingrate für ein Fahrrad genutzt. Durch die steuerliche Förderung können Beschäftigte nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) bis zu 40 Prozent sparen. Dem Land Sachsen-Anhalt entstehen keine unmittelbaren zusätzlichen Kosten, hieß es aus dem Finanzministerium. Das Land stärke seine Attraktivität als Arbeitgeber.
Bundesweiter Trend
Sachsen-Anhalt folgt mit dem Dienstrad-Leasing einem bundesweiten Trend. In den vergangenen Jahren haben schon andere Bundesländer wie Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen das Dienstrad-Leasing ermöglicht. Thüringen lehnte 2022 dagegen ein Dienstrad-Leasing ab, unter anderem, weil es "keine belastbaren Erkenntnisse" dazu gebe, dass die Bereitstellung eines geleasten Dienstrades das Mobilitätsverhalten von Menschen signifikant ändere.