Sachsen-AnhaltFDP will unzufriedene Wähler in Sachsen-Anhalt gewinnen

40.000 Plakate, klare Worte von Kubicki und der Anspruch, die Sorgen der Menschen aufzugreifen: Wie die FDP in Sachsen-Anhalt trotz schlechter Umfragewerte zum politischen Aufbruch ansetzen will.
Magdeburg (dpa/sa) - Die FDP zieht mit dem Slogan "Weil sich was ändern muss" in den Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt. Viele Menschen seien aktuell unzufrieden und wünschten sich Veränderungen, sagte Spitzenkandidatin Lydia Hüskens bei der Vorstellung der Kampagne in Magdeburg. Etwa 40.000 Plakate sollen im Land aufgehängt werden, dazu kommen Großflächen.
Die Landtagswahl findet am 6. September statt. In Umfragen lagen die Liberalen zuletzt unter fünf Prozent, damit würden sie den Einzug ins Parlament verpassen.
Von Umfragen lasse man sich nicht beeindrucken, es sei ein Aufbruch in der Partei zu erleben, sagte Hüskens. Sie verwies zudem auf Erfolge in der schwarz-rot-gelben Koalition wie eine verbesserte Digitalisierung und erhofft sich Rückenwind vom neuen Parteichef Wolfgang Kubicki. Dieser werde in Sachsen-Anhalt außerordentlich geschätzt für seine deutliche Sprache und werde im Wahlkampf unterstützen, sagte Hüskens.
Nur noch in Sachsen-Anhalt in der Regierung
An einer Regierung ist die FDP bundesweit nur noch in Sachsen-Anhalt beteiligt. Im Wahlkampf wollen die Liberalen auf klassische Themen wie Freiheit, Steuersenkungen, Wirtschaft, Bildung und Infrastruktur setzen. Gleichzeitig seien viele bundespolitische Themen im Fokus, sagte Hüskens, die auch Ministerin für Infrastruktur und Digitales in Sachsen-Anhalt ist.
Der Chef der Landtagsfraktion, Andreas Silbersack, sprach von einer Richtungsentscheidung für Sachsen-Anhalt. "Wir wissen, was dieses Land braucht", sagte Silbersack. Man wisse aber auch, welche Sorgen die Menschen umtrieben. "Unser Ziel ist es, mit dieser Kampagne den Menschen etwas an die Hand zu geben, wo sie wissen: Jawohl, die Liberalen nehmen unsere Themen auf."