Sachsen-AnhaltFranckesche Stiftungen erhalten bedeutenden Nachlass

Die Franckeschen Stiftungen haben über 600 Schriftstücke aus dem Nachlass der halleschen Familie Niemeyer erhalten. Die Schenkung ist für die Stiftung und die Stadt Halle von besonderem Wert.
Halle (dpa/sa) - Die Franckeschen Stiftungen haben einen bedeutenden Nachlass der halleschen Familie Niemeyer für ihr Archiv erhalten. Die Schenkung eines direkten Nachfahren der Familie umfasst mehr als 600 Briefe, persönliche Dokumente, Bilder und Sachquellen. Der Theologe und Pädagoge August Hermann Niemeyer prägte die Stadt Halle als Direktor der Franckeschen Stiftungen im 18. und 19. Jahrhundert.
"Die Schriftstücke sind für die Franckeschen Stiftungen und die Stadt Halle von besonderem Wert, um unsere Geschichte besser zu verstehen", sagt Thomas Grunewald von den Franckeschen Stiftungen im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Der Nachlass beinhalte eine große Reihe an Briefen und Schriftstücken der Familie Niemeyer, beispielsweise mit dem preußischen König Friedrich Wilhelm III.
Schriftstücke sollen digitalisiert werden
Als neue Forschungsquellen sollen die unterschiedlichen Schriftstücke im nächsten Schritt gesichtet werden, erklärt Grunewald. Im Anschluss solle ein Projektantrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft gestellt werden, um die Briefe, Bücher und persönlichen Dokumente zu erschließen und zu digitalisieren.
Als Urenkel des Stiftungsgründers August Hermann Francke gilt August Hermann Niemeyer als "Erneuerer" der Franckeschen Stiftungen im 18. und 19. Jahrhundert. Heute beherbergen die Stiftungen mehr als 40 kulturelle, wissenschaftliche, pädagogische und soziale Einrichtungen.