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Sachsen-AnhaltHunderte Lkw-Parkplätze sollen an Autobahnen entstehen

19.02.2026, 04:31 Uhr
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Lkw-Fahrer suchen oft verzweifelt nach Parkplätzen an Autobahnen. Das kann nicht nur zu Behinderungen führen, sondern auch zu Unfällen. Es ist ein bundesweites Problem.

Magdeburg (dpa/sa) - An den Autobahnen in Sachsen-Anhalt sollen in den kommenden Jahren rund 500 neue Parkplätze für Lkw entstehen. Das geht aus einer Antwort des Infrastrukturministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hervor. Eine Untersuchung des Bundesverkehrsministeriums im Jahr 2023 hatte gezeigt, dass bundesweit etwa 19.630 Lkw-Parkplätze an Autobahnen fehlen. Fünf Jahre zuvor waren es demnach 23.300 Parkplätze.

In vergangenen Jahren fast 580 neue Parkplätze geschaffen

Damals hatte das Bundesverkehrsministerium einen Fünf-Punkte-Plan ausgearbeitet, der dazu beitragen soll, die angespannte Parkplatzsituation zu beheben. Dazu zählt neben einer besseren Parkplatzsuche auch der Ausbau der Infrastruktur.

Neue Lkw-Parkplätze seien an der A14-Nordverlängerung von Magdeburg über Stendal bis Wittenberge geplant. Aber auch bestehende Anlagen an weiteren Autobahnen im Land seien geplant, hieß es in der Ministeriumsantwort.

Derzeit gibt es den Angaben zufolge insgesamt 3.814 Lkw-Stellplätze im Land. In den vergangenen sechs Jahren seien 576 neue Parkplätze geschaffen worden, der Großteil davon auf Autohöfen.

Unfälle durch falsch abgestellte Lkw

Zahlen des Ministeriums zeigen, dass es durch falsch abgestellte Lkw nicht nur zu Behinderungen, sondern auch zu Unfällen kommen kann. So seien im vergangenen Jahr zwei Unfälle durch die Polizei landesweit erfasst worden, bei denen Lkw durch unzulässiges Halten oder Parken auf Bundesautobahnen beteiligt waren. In den Jahren 2023 und 2024 seien es jeweils sieben Verkehrsunfälle gewesen.

Die Zahl der festgestellten Ordnungswidrigkeiten bei Kontrollen blieb in den vergangenen Jahren relativ stabil. So wurden im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen bisher 218 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. 2024 seien es 203 Verfahren gewesen und im Jahr 2023 waren es 224 Verfahren.

Quelle: dpa

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