Sachsen-AnhaltKnapp 2.900 Stellungnahmen zum Landesentwicklungsplan

Der Landesentwicklungsplan soll regeln, wofür Flächen im Land künftig vorgesehen sind – etwa für Energieversorgung, Verkehr, Wirtschaft oder Naturschutz. Im Sommer soll das Papier beschlossen werden.
Magdeburg (dpa/sa) - Zum neuen Landesentwicklungsplan, der in Zukunft regeln soll, wofür Flächen in Sachsen-Anhalt genutzt werden sollen, hat es zahlreiche Rückmeldungen von Institutionen und aus der Bevölkerung gegeben. Wie das Infrastrukturministerium mitteilte, sind knapp 2.900 Stellungnahmen eingegangen. Bevölkerung, Institutionen und Verbände waren seit dem 15. September vergangenen Jahres dazu aufgerufen, ihre Anmerkungen einzureichen.
Hinweise vor allem im Bereich Energie, Rohstoffe und Verkehr
Es habe vor allem Anmerkungen in den Bereichen Energieversorgung, Rohstoffsicherung, Naturschutz und Verkehr gegeben, sagte Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP). Alle Hinweise würden nun gesichtet. Anschließend werde geprüft, inwieweit im Landesentwicklungsplan noch Anpassungsbedarf bestehe.
"Mit der Auswertung aller Hinweise setzen wir das Verfahren zügig fort, damit der neue Plan noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten kann", sagte Hüskens. Ziel sei es, dass der Landesentwicklungsplan Ende Juni dieses Jahres, also noch vor den Landtagswahlen, beschlossen werde.
Auf dem Plan soll ausgezeichnet werden, wie einzelne Flächen in Sachsen-Anhalt in Zukunft genutzt werden sollen. Dafür werden beispielsweise potenzielle Industriegebiete ausgewiesen. Außerdem sollen auch Standorte für Windräder in Waldgebieten bestimmt werden. Zu einem ersten Entwurf hatte es Anfang des vergangenen Jahres mehr als 5.500 Anmerkungen gegeben. Eine Neufassung des Plans ist notwendig geworden, weil der bisherige Entwicklungsplan laut Ministerium schon mehrere Jahre alt ist.