Sachsen-AnhaltLinke in Sachsen-Anhalt: "Nicht die fünfte Kolonne der CDU"

Zwei Wochen vor der Landtagswahl stellt die Linke einen Neun-Punkte-Plan für Sachsen-Anhalt vor. Die Partei will mehr staatliche Verantwortung und einen Zukunftsfonds für die Wirtschaft.
Magdeburg/Berlin (dpa/sa) - Die Linke in Sachsen-Anhalt hat ein Neun-Punkte-Programm für die kommende Wahlperiode vorgelegt. Darin setzt die Partei auf einen landeseigenen Zukunftsfonds für Wirtschaft und Infrastruktur, eine Bundesratsinitiative zur Wiedereinführung der Vermögensteuer sowie mehr staatliche Verantwortung bei Kitas, Schulsozialarbeit und medizinischer Versorgung. Sachsen-Anhalt werde nicht kippen, hieß es in einer Mitteilung der Partei. Mit Blick auf die in Umfragen weit vorn liegende AfD kritisierte die Linke, dass "Simson-Ausfahrten und die Rückkehr in die 1990er Jahre" die Probleme des Landes nicht lösen würden. In dem Bundesland wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt.
Von Angern: Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für die AfD werden
Linke-Spitzenkandidatin Eva von Angern sagte vor Journalisten in Berlin, ihre Partei wolle auf keinen Fall zulassen, dass Sachsen-Anhalt "ein Experimentierfeld für eine rechtsextreme Partei ist". Man sei bereit, alles dafür zu tun, die AfD von den Schalthebeln der Macht abzuhalten. "Aber wir sind nicht die fünfte Kolonne der CDU", fügte sie mit Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit mit den Christdemokraten nach der Wahl hinzu. Man stehe für eine andere Politik. "Eine Linke gibt es nicht zum Nulltarif." CDU-Ministerpräsident "Sven Schulze soll nicht erwarten, dass wir hier wie die Lämmchen über die Klippe springen".