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Nordrhein-WestfalenViele Rauchmelder müssen ausgetauscht werden

24.08.2026, 04:02 Uhr
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(Foto: Volker Danisch, dpa)

Bestimmte Rauchmelder haben eine begrenzte Lebensdauer. Warum jetzt in zahlreichen Fällen in NRW ein Austausch nötig ist und wer dafür verantwortlich ist.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Lebensrettende Rauchmelder müssen demnächst in vielen Wohnungen in Nordrhein-Westfalen ausgetauscht werden. Darauf hat der Landesverband Haus & Grund der Immobilieneigentümer hingewiesen. Hintergrund sind eine NRW-Regelung und die Lebensdauer bestimmter Geräte.

Warum jetzt eine Austauschwelle in NRW?

Im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW gilt die Rauchmelderpflicht seit 1. Januar 2017 für alle Wohnungen. Deshalb mussten bis zum 31. Dezember 2016 alle bestehenden Wohnungen mit Rauchmeldern nachgerüstet werden. "Das ist bald genau 10 Jahre her", verdeutlicht Landesverbandspräsident Walter Eilert.

Viele Eigentümer und Vermieter hätten damals ihre Wohnungen erstmals mit Rauchmeldern ausgestattet. Häufig seien Geräte mit fest eingebauten 10-Jahres-Batterien verwendet worden. Diese Geräte erreichten in diesen Monaten das Ende ihrer Lebensdauer und müssten deshalb ausgetauscht werden.

Wer ist dafür in NRW verantwortlich?

Der Vermieter ist laut den Angaben des Verbandes verantwortlich, defekte Rauchmelder auf seine Kosten zu ersetzen. Es dürften nur Rauchwarnmelder eingebaut werden, die nach der DIN EN 14604 in Verkehr gebracht wurden und ein entsprechendes CE-Zeichen tragen, heißt es. Mieter müssten den Einbau beziehungsweise Austausch von Rauchmeldern dulden und dafür dem Vermieter oder den von ihm beauftragten Handwerkern Zugang gewähren.

Was ist mit Eigentumswohnungen?

Die Rauchmelderpflicht gelte nicht nur für vermietete Wohnungen, sondern auch für Wohnungen, die der jeweilige Eigentümer selbst nutze, erläuterte der Verband Haus & Grund. Auch Selbstnutzer sollten also in nächster Zeit ihre 2016 gekauften Rauchmelder mit 10-Jahres-Batterie austauschen, heißt es.

Ist das bundesweit einheitlich geregelt?

Die Verpflichtung ist in den jeweiligen Landesbauverordnungen geregelt. Deshalb gibt es keinen bundeseinheitlichen Stichtag und unterschiedliche Details zur Rauchmelderpflicht. Der Verband der Feuerwehren in NRW ging vor zehn Jahren davon aus, dass bis dahin höchstens jede zweite Wohnung im Bundesland entsprechend ausgestattet war. Bereits seit April 2013 galt eine Rauchmelderpflicht in NRW für Wohnungen in Neubauten und Umbauten.

Warum sind Rauchmelder so wichtig?

Der Deutsche Feuerwehrverband weist bereits seit langem auf die Gefahren durch Rauchgase hin. "Rauchgas ist tödlich und bereits wenige Atemzüge Rauchgas können töten." Es sei ein Irrglaube, dass man Rauchgas im Schlaf bemerkt und rechtzeitig aufwacht. Deshalb seien die Rauchmelder so wichtig. Man sollte auch nicht aus Angst vor Fehlalarmen auf Rauchmelder verzichten.

Warum kein einfacher Batteriewechsel?

Dazu erklärt Haus & Grund: Rauchmelder mit 10-Jahres-Batterie seien besonders beliebt, weil regelmäßige Batteriewechsel entfielen. Das spare Aufwand und reduziere Batterieabfälle. Dass ihre Batterie nicht gewechselt werden kann, begründe sich durch die ohnehin begrenzte Lebensdauer der Geräte, schließlich alterten und verschmutzten Sensoren und Rauchkammern.

Sollten Rauchmelder per Knopfdruck getestet werden?

Ein regelmäßiger Funktionstest ist laut dem Verband Haus & Grund gesetzlich vorgeschrieben und unverzichtbar. Vor einem Austausch sollten die Herstellerangaben zur Lebensdauer des Geräts geprüft werden. Es gebe auch Langzeitrauchmelder mit 12 Jahren Lebensdauer. In Räumen mit besonders niedrigen Temperaturen oder großen Temperaturschwankungen wie im Keller oder unter dem Dach könnte die Lebensdauer kürzer als angegeben ausfallen.

Rauchmelder verfügen in der Regel über einen Testknopf. Gibt der Melder nach dem Drücken der Prüftaste ein Signal, sei er betriebsbereit, wie die Initiative "Rauchmelder retten Leben" beschreibt. Bleibe der Warnton aus, könnte die Batterie leer sein. Dann sollte sie gewechselt oder bei Geräten mit fest eingebauter 10-Jahres-Batterie der Melder ausgetauscht werden.

Mit dem Staubsauger reinigen?

Davon rät die Initiative ab. Rauchmelder sollten abgestaubt, aber nicht ausgesaugt werden. Das könnte Bauteile beschädigen. Das Reinigen und Testen von Rauchmeldern sei wichtig, weil sie im Ernstfall entscheidende Minuten zur Selbstrettung verschaffen könnten. Sie sollten überall installiert sein, wo Menschen schlafen und in Fluren, die als Rettungswege dienten.

Es sollte auch geprüft werden, ob der jeweilige Rauchmelder in einem Umkreis von mindestens einem halben Meter frei von Hindernissen wie Wänden, Raumteilern und Einrichtungsgegenständen ist, zählt die Initiative auf.

Quelle: dpa

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