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Sachsen-Anhalt Maßregelvollzug in Sachsen-Anhalt deutlich überbelegt

Zwei vergitterte Fenster des Maßregelvollzugs des Landeskrankenhauses Bernburg. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Uchtspringe (dpa/sa) - Die Einrichtungen des Maßregelvollzugs sind in Sachsen-Anhalt stark überbelegt. "Mit 200 Patienten liegen wir auf den 179 Plätzen schon darüber", sagte Björn Bühler, Chefarzt der Aufnahme und Diagnostik des Maßregelvollzuges in Bernburg (Salzlandkreis), der "Volksstimme". Auch im Maßregelvollzug Uchtspringe sei die Zahl der per Gerichtsbeschluss eingewiesenen Patienten auf inzwischen 303 gestiegen - bei 264 Plätzen. Zudem sei die Aufenthaltsdauer von 500 Tagen auf 660 angestiegen.

Ursächlich für den Anstieg der Patientenzahlen ist laut Chefarzt Bühler auch der zunehmende Konsum synthetischer Drogen wie Crystal Meth und Ecstasy. Außerdem steige der Anteil dissozialer Persönlichkeitsstörungen. Auch deshalb geht das Sozialministerium von einem weiteren Anstieg im kommenden Jahr aus. Laut "Volksstimme" sollen die Einrichtungen in Bernburg und Uchtspringe in den kommenden Jahren erweitert werden.

In den Maßregelvollzugseinrichtungen werden psychisch kranke oder suchtkranke Straftäter untergebracht. Beim Maßregelvollzug steht der Therapieauftrag vor dem Sicherheitsauftrag.

© dpa-infocom, dpa:211015-99-606116/2

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