Sachsen-AnhaltNeues Zentrum für Katastrophenmedizin gegründet

Ob Pandemie, Anschlag oder Flut: In Halle entsteht ein Zentrum, das Einsatzkräfte, Behörden und Ärzte fit für den Ernstfall macht. Wie Sachsen-Anhalt auf die nächste Krise vorbereitet wird.
Halle (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt stärkt seine Krisenvorsorge: In Halle (Saale) haben die Universitätsmedizin und das Klinikum Bergmannstrost das Mitteldeutsche Zentrum für Krisenresilienz und Katastrophenmedizin (MZKR) gegründet. Das Zentrum verknüpft nach Angaben des Wissenschaftsministeriums künftig unter anderem Rettungsdienste, Feuerwehren, Bundeswehr und Behörden. In Simulationen sollen Einsatzkräfte, medizinisches Personal und Entscheidungsträger systematisch und realitätsnah auf Extremsituationen vorbereitet werden.
Pandemien, Anschläge, Extremwetter
Gerade in der jüngeren Vergangenheit habe sich gezeigt, wie verletzlich auch moderne Gesellschaften seien, sagte Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) beim Gründungssymposium in Halle. Corona-Pandemie, geopolitische Krisen, Cyberattacken und Extremwetter stellten und stellen Sachsen-Anhalt vor enorme Herausforderungen. Zudem kämen Notlagen wie etwa nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt meist ohne große Vorwarnzeit. "Ziel muss es sein, im Ernstfall schneller, koordinierter und effizienter handeln zu können."
Bereits im Februar ist der Aufbau eines neuen Laborzentrums an der Universitätsmedizin in Halle auf den Weg gebracht worden, um für Pandemien gewappnet zu sein.