Sachsen-AnhaltRiedel: Vorbereitung auf Schule ist gemeinsame Aufgabe

Immer mehr Kinder brauchen - aus unterschiedlichen Gründen - mehr Förderung, um gut in die Schule starten zu können. Wie das Land dem begegnen will.
Magdeburg (dpa/sa) - Kindern in Sachsen-Anhalt soll in Zukunft durch bessere Bildungsangebote der Schulstart erleichtert werden. Unter anderem müssten dauerhafte Strukturen geschaffen werden, die dabei helfen, vorhandene Ressourcen besser zu koordinieren, sagte Bildungsminister Jan Riedel (CDU). Zuletzt sei die Zahl der Kinder gestiegen, die etwa durch schlechte Deutschkenntnisse erhöhten Förderbedarf haben.
Um herauszufinden, wie angehenden Schülerinnen und Schülern besser geholfen werden können, hat das Land in den vergangenen drei Jahren ein Modellprojekt durchgeführt. Dabei wurde sich über drei Jahre die Arbeit in der Stadt Halle, dem Landkreis Börde und dem Burgenlandkreis angeschaut.
Riedel: Bildungsmanagement ist gemeinsame Aufgabe
Grundlegende Erkenntnis nach der Durchführung des Projektes sei, dass unter anderem Grundschulen, Kindertagesstätten, Horte und Jugendhilfen besser zusammenarbeiten müssen. So soll die Vorbereitung auf die Schule in den Kommunen in den Einrichtungen nicht mehr als einzelne Zuständigkeit, sondern als gemeinsame Aufgabe vor Ort begriffen werden, betonte Riedel.
Konkret brauche es dafür auch ein dauerhaftes Austauschformat zwischen Land und Kommunen. Außerdem sollen datenbasierte Steuerungsinstrumente weiterentwickelt und personelle Ressourcen im kommunalen Bildungsmanagement ausgebaut werden. Außerdem sollen die Kommunen vom Land besser in die Förder- und Gesetzesvorhaben eingebunden werden. "Gemeinsam ist es gelungen, tragfähige Strukturen zu entwickeln, die unsere Bildungslandschaft nachhaltig stärken", resümierte Riedel.