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Sachsen-Anhalt Rund 4000 Jahre alte Siedlung bei Döbbelin entdeckt

Susanne Friederich, Abteilungsleiterin Bodendenkmalpflege vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, zeigt auf der Grabungsfläche ein Fundstück.

(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)

Döbbelin (dpa/sa) - Archäologen haben bei Döbbelin (Landkreis Stendal) eine rund 4000 Jahre alte Siedlung entdeckt. Die Grabungen erfolgen im Vorfeld des Baus der Nordverlängerung der A14. "Bislang wurden die Grundrisse von acht Wohngebäuden und sechs Speicherbauten sowie zwei Tonöfen freigelegt", sagte Projektleiterin Susanne Friederich am Mittwoch. "Ebenso wurde das Grab einer Brandbestattung aus der Schönfelder Kultur, die typisch ist für das Ende der Steinzeit in der Altmark, geborgen."

An Funden kamen bislang zahlreiche Keramikgefäße, ein Löffel aus Ton und eine Umlenkrolle, wie sie für einen Ziehbrunnen benutzt wurde, zu Tage. "Die Siedlung existierte wahrscheinlich mehrere Jahrhunderte, vom Ende der Steinzeit bis in die frühe Bronzezeit hinein, was verschiedene Funde wie ein Bronzedolch beweisen", sagte Friederich.

Der Dolch stammt demnach aus der Zeit der Aunjetitzer Kultur - vor 4300 bis 3500 Jahren. Der Name stammt vom ersten Fundort Aunjetitz nördlich von Prag. Einer der bekanntesten Funde dieser Kultur ist die Himmelsscheibe von Nebra. Die Grabungen auf der rund 15 Fußballfelder großen Fläche laufen noch bis November.

Quelle: dpa

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