Sachsen-AnhaltWaldbrandsaison startet mit teils mittlerer Gefahr

Mit Beginn der Waldbrandsaison richtet sich der Blick auf die aktuelle Gefahrenlage. In Teilen Sachsen-Anhalts war das Risiko bereits erhöht – die Entwicklung bleibt jedoch dynamisch.
Halberstadt (dpa/sa) - Mit teilweise mittlerer Waldbrandgefahr ist Sachsen-Anhalt in die neue Waldbrandsaison gestartet. Zum Wochenbeginn galt in mehreren Regionen Gefahrenstufe 3, wie aus dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdiensts (DWD) hervorgeht. Zur Wochenmitte dürfte sich die Lage nach aktueller Vorhersage vorübergehend entspannen, bevor zum Wochenende regional erneut Stufe 3 erreicht werden könnte.
Die Skala des Waldbrandgefahrenindex reicht von 1 (sehr geringe Gefahr) bis 5 (sehr hohe Gefahr). In den übrigen Landesteilen wurde zum Wochenbeginn überwiegend Stufe 2 (geringe Gefahr) ausgewiesen.
Was Stufe 3 für Waldbesucher bedeutet
Gefahrenstufe 3 steht für eine mittlere Waldbrandgefahr. Unter entsprechenden Witterungsbedingungen kann sich trockene Vegetation wie Gras oder Reisig vergleichsweise leicht entzünden. Rauchen ist im Wald von März bis Ende Oktober verboten, offenes Feuer darf grundsätzlich weder im Wald noch in einem Abstand von weniger als 30 Metern entfacht werden.
Der Waldbrandgefahrenindex berücksichtigt unter anderem Temperatur, Niederschlag, Luftfeuchte und Wind. Laut DWD spielt derzeit vor allem die noch trockene Oberflächenvegetation eine Rolle. Zwar seien die Böden durch nächtlichen Frost und Tau teils noch feucht, tagsüber trockne die oberste Schicht bei Sonne jedoch schnell ab.
Bilanz des vergangenen Waldbrandjahres
Rückblickend war 2025 nach Angaben des Landeszentrums Wald Sachsen-Anhalt ein eher unterdurchschnittliches Waldbrandjahr - auch wenn ein Großbrand im Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Juli rund 49 Hektar Wald zerstörte. Bis Ende September wurden 64 Waldbrände mit einer Fläche von gut 68 Hektar registriert.