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Sachsen-AnhaltWo bleibt Sachsen-Anhalts Pflegeplatzfinder?

18.03.2026, 04:02 Uhr
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Die Suche nach einem freien Pflegeplatz kann sich sehr schwierig gestalten, gerade wenn es schnell gehen soll. Über eine aktuelle digitale Übersicht wird schon lange geredet. Wann kommt sie?

Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sollen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen dank eines digitalen Pflegeplatzfinders eine Übersicht über aktuell verfügbare Heimplätze in Sachsen-Anhalt bekommen. Der Plan dafür steht, der Landtag fasste den Beschluss im Januar 2025. Wann das Angebot startet, ist offen. Wer einen Platz für sich oder Angehörige sucht, muss also weiterhin Heime abtelefonieren und einzeln anfragen.

Der Pflegeplatzfinder sei Teil der Novellierung des Wohn- und Teilhabegesetzes Sachsen-Anhalt, erklärte das Sozialministerium in Magdeburg auf Nachfrage. Darin sollen die stationären Einrichtungen gesetzlich verpflichtet werden, die Zahl ihrer jeweiligen freien und belegbaren Plätze für Kurz- und Langzeitpflege an die Datenbank der Heimaufsicht im Landesverwaltungsamt zu übermitteln.

Es kann nur funktionieren, wenn alle mitmachen

Im September vergangenen Jahres hatte Sozialstaatssekretär Wolfgang Beck im Landtagsausschuss für Soziales erklärt: "Der Pflegeheimfinder wird nur funktionieren, wenn am Ende alle mitmachen. Deswegen strebt das Ministerium eine Verpflichtung an, sich an dem Pflegeheimfinder zu beteiligen, und diese im Wohn- und Teilhabegesetz zu verankern."

Der Weg zur Gesetzesnovellierung führt laut Ministerium noch über ein Anhörungsverfahren im Sozialausschuss, dann folgen die weitere parlamentarische Beratung und ein Beschluss. Der konkrete Zeitpunkt der Einführung des Pflegeplatzfinders bleibe abzuwarten.

So soll der Pflegeplatzfinder aussehen

Unterdessen laufen den Angaben zufolge die Vorbereitungen. "Das Meldeverfahren wird zwischenzeitlich mit freiwilligen Pflegeeinrichtungen, Sozialen Diensten von Krankenhäusern und Angehörigen von Pflegebedürftigen vor Einführung des Pflegeplatzfinders erprobt", erklärte ein Sprecher des Sozialministeriums. Projektträger ist das Landeskompetenzzentrum Pflege Digital an der Universitätsmedizin Halle.

Dort ist schon klar, welche Funktionen die web- und app-basierte Plattform haben soll: Nutzerinnen und Nutzer sollen Kurz- und Langzeitpflegeplätze suchen können - auch in einer lokalen Suche nach Stadt oder Postleitzahl. Freie Plätze sollen nach Suchgebiet aufgeschlüsselt werden können. Ebenso sollen die Zimmerkategorien wie Ein- und Zweibettzimmer angezeigt werden.

Die Vorarbeiten laufen aber bereits: "Das Meldeverfahren wird zwischenzeitlich mit freiwilligen Pflegeeinrichtungen, Sozialen Diensten von Krankenhäusern und Angehörigen von Pflegebedürftigen vor Einführung des Pflegeplatzfinders erprobt", hieß es aus dem Ministerium.

Quelle: dpa

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