Sachsen-AnhaltStartschuss für neues Kraftwerk in Schkopau gefallen

Der Umbau des Kraftwerks Schkopau nimmt erste Formen an. Noch geht es nur um ein kleines Gebäude - doch dahinter steckt ein deutlich größeres Projekt.
Schkopau (dpa/sa) - Für das geplante Gas- und Dampfturbinenkraftwerk im Chemiepark Schkopau (Saalekreis) ist eine erste Teilgenehmigung erteilt worden. Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt genehmigte zunächst den Bau und Betrieb eines Pförtnergebäudes, wie die Behörde mitteilte.
Erster Schritt im Genehmigungsverfahren
Die Genehmigung ist Teil eines mehrstufigen Verfahrens. Weitere Entscheidungen etwa für die eigentlichen Kraftwerksanlagen sollen erst nach detaillierter Planung folgen. Bereits im Januar war ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn zugelassen worden.
"Das Pförtnergebäude ist der Startpunkt für die gesamte Modernisierung", sagte der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye. Schritt für Schritt entstehe in Schkopau eine Anlage, die Versorgungssicherheit und Klimaschutz vereint.
Kraftwerk als Teil des Kohleausstiegs
Geplant ist der Bau eines modernen Gas- und Dampfturbinenkraftwerks mit einer Leistung von rund 900 Megawatt. Die Anlage soll flexibel Strom erzeugen und auch zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Perspektivisch ist vorgesehen, das Kraftwerk mit Wasserstoff zu betreiben.
Das Kraftwerk Schkopau ist ein zentraler Energieversorger in Sachsen-Anhalt. Im Zuge des gesetzlich festgelegten Kohleausstiegs bis Ende 2034 soll der Standort umgebaut werden. Das neue Kraftwerk soll unter anderem die Versorgung des Chemieparks sichern.