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Sachsen-Anhalt Seit 2002: Rund 1,44 Milliarden Euro für Hochwasserschutz

Eine Hochwasserschutzanlage ist vor einer Häuserreihe zu sehen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild)

Magdeburg (dpa/sa) - Seit 2002 sind in Sachsen-Anhalt rund 1,44 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert worden. "Diese finanzielle Bilanz verdeutlicht die enormen Anstrengungen des Landes, den Hochwasserschutz massiv zu verbessern", erklärte Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) am Dienstag. 2002 hätten sich nur etwa fünf Prozent der Hochwasserschutzanlagen in einem guten und den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechenden Zustand befunden. "Heute sind nur noch 4,7 Prozent oder lediglich 65 Kilometer nicht standsicher beziehungsweise noch dringend zu sanieren", betonte die Ministerin. Die Gesamtlänge der Landesdeiche beträgt 1364 Kilometer.

Die Schwerpunkte der Hochwasserschutzkonzeption des Landes bis 2020 seien weitgehend umgesetzt worden. Dazu gehörten Deichsanierungen, die Berechnung von Deichbruchszenarien, die Modernisierung der Hochwasservorhersage und die Sicherung von Überschwemmungsgebieten.

Aus Dalberts Sicht bleibt aber noch viel zu tun: "Raum für unsere Flüsse zu schaffen, indem wir Deiche zurückverlegen, Möglichkeiten zum Hochwasserrückhalt schaffen und unsere Flüsse an ihre ursprünglichen Auen anbinden - das ist eine Generationenaufgabe." Durch Deichrückverlegungen seien bereits 1860 Hektar Retentionsflächen - also meist tiefer liegende Flächen, die überflutet werden können - wiedergewonnen worden.

Nach den extremen Hochwassern in den Jahren 2002 und 2013 war der Hochwasserschutz jeweils besonders in den Fokus gerückt und verbessert worden.

© dpa-infocom, dpa:210907-99-127033/2

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