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Sachsen-Anhalt Süßwarenhersteller Bodeta stellt Insolvenzantrag

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Oschersleben (dpa/sa) - Der Süßwarenhersteller Bodeta aus Oschersleben ist insolvent. Das Unternehmen hat am Montag beim Amtsgericht Magdeburg einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt, wie ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag mitteilte. Grund seien die steigenden Energiepreise für die energieintensive Produktion. Die Produktion werde während des Sanierungsprozesses wie gewohnt in vollem Umfang fortgeführt, so der Sprecher. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

Neben den Energiekosten seien die Preise für wichtige Rohstoffe in den letzten Monaten geradezu explodiert, führte der Sprecher aus. Zucker habe sich um über 100 Prozent verteuert, Glukose um 200 Prozent. Zudem seien die Preise für die Verpackungsmaterialien stark gestiegen. Hinzu komme die deutliche Anhebung des Mindestlohns, die ab dem 1. Oktober 2022 zu einem weiteren Kostenanstieg führen werde.

Die Geschäftsführung habe die rund 110 Mitarbeiter bereits über die eingeleiteten Schritte informiert, sagte der Sprecher. Die Löhne und Gehälter seien bis Ende November durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert. "Bodeta braucht einen starken Partner, mit dem wir gemeinsam das Unternehmen zukunftssicher aufstellen können", sagte Geschäftsführer Markus Letsch. Beim Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung weiter für das operative Geschäft zuständig. Ihr wird vom Amtsgericht ein Sachwalter zur Seite gestellt.

Die Bodeta Süßwaren GmbH wurde 1892 gegründet. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben spezialisiert auf die Herstellung von Bonbons und Dragees. Bodeta ist vor allem für die grün verpackten Eukalyptus-Menthol Bonbons bekannt.

Quelle: dpa

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