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Sachsen-AnhaltViele Brände und mehrere Schwerverletzte in Silvesternacht

01.01.2026, 12:05 Uhr
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Feuerwehreinsätze, Verletzte, hohe Sachschäden: Die Silvesternacht brachte für Rettungskräfte in Sachsen-Anhalt viel Arbeit – dennoch blieb die Lage meist unter Kontrolle.

Magdeburg (dpa/sa) - In der Silvesternacht sind Feuerwehren und Rettungsdienste in Sachsen-Anhalt vielerorts im Einsatz gewesen, um schwere Brände zu löschen oder Schwerverletzte zu behandeln.

So musste in Coswig (Landkreis Wittenberg) ein 33 Jahre alter Mann mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden, nachdem er bei der Explosion einer Feuerwerksbatterie schwer an der Hand verletzt wurde, wie die Polizei mitteilte.

In Merseburg (Saalekreis) verletzte sich nach Angaben einer Polizeisprecherin ein 28 Jahre alter Mann schwer, als er zwei Böller in der Hand zündete, die nur für den professionellen Gebrauch zugelassen waren.

Die Feuerwehren im Land mussten in der Silvesternacht zu zahlreichen Bränden ausrücken. Wie die Polizeiinspektionen mitteilten, kam es unter anderem in Genthin, Stendal, Schönhausen in der Altmark und in Bismark zu größeren Bränden.

So brannte unter anderem im Bismarker Ortsteil Poritz eine Lagerhalle für Stroh- und Heuballen ab. Die Feuerwehren konnten laut Polizei ein Übergreifen der Flammen auf einen Stall verhindern. Der Sachschaden betrage aber mehrere Hunderttausend Euro.

In Genthin mussten 24 Feuerwehrleute einen Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus löschen. Ein 48 Jahre alter Mann hatte vor dem offenen Kellerfenster Feuerwerk gezündet.

Tausende Euro Schaden durch Brände

In Schönhausen in der Altmark geriet laut Polizei ein Carport mit Auto aus bislang ungeklärter Ursache in Brand. Der Sachschaden belaufe sich auf mehr als zehntausend Euro.

Beim Brand eines Holzschuppens in Stendal sieht die Polizei Feuerwerkskörper als mögliche Ursache. Dabei sei ein Mensch mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Hier belaufe sich der Schaden ebenfalls auf mehrere Tausend Euro.

Die Feuerwehr der Landeshauptstadt Magdeburg zog trotz zahlreicher Einsätze eine insgesamt positive Bilanz. Die Nacht sei ohne größere Zwischenfälle verlaufen, teilte eine Sprecherin der Feuerwehr mit. Insgesamt sei es vom Silvester- bis Neujahrsmorgen zu 52 Feuerwehreinsätzen gekommen. Die Rettungsdienste in Magdeburg seien parallel zu 111 Einsätzen gerufen worden. Bei den Bränden habe es sich überwiegend um kleinere Brände oder Brände von Müllcontainern gehandelt.

Feuerwerksbatterie in Menschengruppe gefeuert: Fünf Personen verletzt

Auch die Polizeidienststellen im Land sprachen insgesamt von einer überwiegend normalen Silvesternacht ohne größere Vorfälle. Herausragende Störungen habe es nicht gegeben, teilte die Polizeiinspektion Dessau-Roßlau mit. Mehrere Personen seien in Lutherstadt Wittenberg verletzt worden, als ein 25 Jahre alter Mann nach einem Streit eine Feuerwerksbatterie in eine Personengruppe abgefeuert habe. Fünf Menschen zwischen 11 und 38 Jahren seien dabei leicht verletzt worden.

Quelle: dpa

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