Sachsen-AnhaltWindkraft-Boom bringt mehr Arbeitsplätze nach Sachsen-Anhalt

Der Windkraftanlagenbauer Enercon investiert in Sachsen-Anhalt und schafft neue Stellen. Auch die Politik setzt auf zusätzliche Impulse durch den Ausbau erneuerbarer Energien.
Magdeburg (dpa/sa) - Der Windkraftanlagen-Hersteller Enercon will seinen Standort in Magdeburg ausbauen und rund 150 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Hintergrund sei die anhaltend hohe Nachfrage nach Windenergieanlagen, teilte das Energieministerium in Magdeburg mit. Energieminister Armin Willingmann (SPD) zeigte sich bei einem Besuch des Unternehmens zuversichtlich, dass mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien auch insgesamt mehr Jobs in Sachsen-Anhalt entstehen.
Windkraft als Jobmotor
"Wenn wir über erneuerbare Energien in Sachsen-Anhalt diskutieren, sollten wir uns vor Augen führen, dass wir nicht nur über grünen Strom, sondern auch über Tausende Arbeitsplätze bei uns im Lande sprechen", sagte Willingmann. Er freue sich sehr, "dass Enercon in Magdeburg wieder investiert und zusätzliche Arbeitsplätze schafft".
Nach Angaben des Ministeriums sind derzeit rund 26.000 Jobs im Land dem Bereich der erneuerbaren Energien zuzurechnen. Enercon beschäftigt in Sachsen-Anhalt etwa 1.000 Menschen und gehört damit zu den wichtigen Arbeitgebern der Branche.
Ausbau in Rothensee geplant
Konkret plant das Unternehmen, die Generatorenfertigung im Magdeburger Stadtteil Rothensee auszubauen. Die Zahl der Arbeitsplätze soll dort schrittweise von 710 auf 860 steigen. Das neue Turbinenmodell mit einer Leistung von sieben Megawatt zählt laut Unternehmen zu den größten und ertragsstärksten Anlagen in Europa.
Enercon-Manager Heiko Juritz betonte die Bedeutung verlässlicher politischer Vorgaben: "Die Branche benötigt Planungssicherheit. Hier kommt es auf die Politik an, dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit Augenmaß weiterzuentwickeln."
Aufnahme in Umweltallianz
Zugleich wurde Enercon in die Umweltallianz Sachsen-Anhalt aufgenommen, ein Bündnis aus Wirtschaft, Verbänden und Landesregierung für mehr Umweltschutz.