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SachsenBSW-Fraktion fordert KI-Plattform für Sachsens Patienten

24.07.2026, 17:00 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Weniger Wartezeiten, mehr Orientierung: Die BSW-Fraktion fordert eine digitale Patientenplattform. Auch Senioren sollen in der Lage sein, die Plattform zu nutzen.

Dresden (dpa/sn) - Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) will mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Patienten besser durch das Gesundheitswesen lotsen. Angesichts unbesetzter Hausarztstellen, langer Wartezeiten und überfüllter Notaufnahmen schlage man eine zukunftsweisende Initiative für die Gesundheitsversorgung vor, teilte die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag mit.

In einem Antrag wird die Regierung aufgefordert, eine entsprechende Plattform auf KI-Basis zu entwickeln und bestehende Systeme wie die elektronische Patientenakte und das E-Rezept zu verknüpfen. Auf diese Weise könnten Patienten und medizinische Fachkräfte gleichermaßen profitieren.

"Besondere Herausforderungen bestehen im ländlichen Raum und im Zuge des demografischen Wandels. Viele ältere und chronisch kranke Menschen leben allein und stoßen bei der Orientierung im Gesundheitssystem an Grenzen", hieß es. Bisherige digitale Angebote scheiterten oft an technischer Komplexität, Unübersichtlichkeit und fehlender Vernetzung.

KI kann Ärzte nicht ersetzen, aber Alltag von Patienten erleichtern

"Künstliche Intelligenz kann und darf Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzen, aber sie kann den Alltag von Patientinnen und Patienten und Angehörigen enorm erleichtern", erklärte Fraktionschef Ronny Kupke. "Wenn medizinische Befunde verständlich in Alltagssprache übersetzt werden, die App an die Medikamenteneinnahme erinnert und eine smarte Ersteinschätzung Notaufnahmen vor unnötigen Überlastungen bewahrt, gewinnen alle."

Allerdings dürfe man ältere und digital weniger erfahrene Menschen nicht abhängen, betonte der Fraktionschef. Echte Digitalisierung funktioniere nur, wenn sie barrierefrei ist und durch persönliche Unterstützung vor Ort ergänzt werde.

App soll als digitaler Lotse fungieren

Der BSW-Antrag sieht vor, dass die Regierung gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung, der Ärztekammer, den Krankenhäusern und den Pflegekassen eine Gesamtstrategie ausarbeitet. Kernstück soll eine auch von Senioren nutzbare und barrierefreie App sein, die Daten verständlich darstellt, Symptomtagebücher ermöglicht und als digitaler Lotse fungiert, der Beschwerden einordnet und an die passende Stelle - etwa den Hausarzt, Bereitschaftsdienst oder die Notaufnahme - verweist.

Quelle: dpa

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