SachsenDie Luft ist besser geworden - Leipzig hebt Umweltzone auf

Nach 15 Jahren hebt die Stadt Leipzig ihre Umweltzone auf. Doch schon jetzt wird an Maßnahmen getüftelt, um neue EU-Vorgaben einhalten zu können.
Leipzig (dpa/sn) - Die Stadt Leipzig hebt ihre Umweltzone auf, weil sich die Luftqualität in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hat. "Die Umweltzone ist nicht mehr erforderlich", teilte die Stadtverwaltung mit. Autos dürfen damit in Zukunft auch ohne grüne Plakette in der Stadt fahren.
Seit 2019 würden die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid an allen offiziellen Messstationen eingehalten, teilte die Stadt mit. Prognosen zufolge blieben die Werte auch ohne Umweltzone unterhalb der gesetzlichen Vorgaben. Es fehlten die rechtlichen Voraussetzungen für die Beibehaltung der Beschränkung. Sie solle deswegen im Rahmen der anstehenden Fortschreibung des städtischen Luftreinhalteplans aufgehoben werden.
Leipzig hatte seit März 2011 die einzige Umweltzone in Sachsen. Sie umfasst etwa zwei Drittel des Stadtgebietes. Laut Stadt trug sie zur Verbesserung der Luftqualität bei, leiste inzwischen aber nur noch "einen sehr geringen Beitrag".
Ab 2030 deutlich strengere EU-Grenzwerte
Die Stadt wies allerdings darauf hin, dass ab 2030 in der EU deutlich strengere Grenzwerte in Kraft treten. Modellrechnungen deuteten darauf hin, dass diese Vorgaben nicht überall in Leipzig eingehalten werden. "Die Stadt befasst sich daher bereits jetzt mit geeigneten Maßnahmen, um auch künftig eine Luftqualität unterhalb der Grenzwerte zu gewährleisten", kündigte die Stadt an.