SachsenHund in Dresden bei 30 Grad im Auto einsperrt

Ein Mann soll kurzfristig auf einen Hund aufpassen und lässt ihn bei 30 Grad im Auto zurück. Nun ist ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Tierschutzgesetz eingeleitet worden.
Dresden (dpa/sn) - In Dresden ist ein Hund bei 30 Grad im Auto zurückgelassen worden. Der Pudelmischling zeigte nach Angaben der Polizei Anzeichen einer Dehydrierung und wirkte verhalten sowie geschwächt. Beamte entdeckten das Tier am Dienstagmorgen in dem verschlossenen Wagen und alarmierten die Bundespolizei.
Das schwarze Auto war auf dem Gelände des Hauptbahnhofs in der prallen Sonne abgestellt. Da die hinteren Seitenscheiben nur einen Spalt geöffnet waren, konnte kaum Luft zirkulieren. Über die Lautsprecheranlage des Bahnhofs wurde schließlich innerhalb von zehn Minuten der 53 Jahre alte Halter ausfindig gemacht. Er öffnete den Wagen, sodass der Hund befreit werden konnte.
Sommerliche Bedingungen unterschätzt
Die Aufsicht über den Hund hatte der Mann nach Angaben der Polizei kurzfristig übertragen bekommen, während er einen Termin wahrnehmen musste. Demnach unterschätzte er die sommerlichen Bedingungen. Gegen den 53-Jährigen wurde laut Polizei ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Tierschutzgesetz eingeleitet.