SachsenIn Sachsen jeder dritte Studiengang zulassungsbeschränkt

Bei vielen Studiengängen können sich Abiturienten ohne weiteres einschreiben. In einigen Fällen müssen sie jedoch zusätzliche Hürden nehmen. So sind die Bedingungen in Sachsen.
Gütersloh/Dresden (dpa/sn) - Bei gut jedem dritten Studiengang müssen angehende Studenten in Sachsen mit einem Numerus Clausus (NC) oder Eignungsverfahren rechnen. Der Freistaat liegt mit einem Anteil von 34,4 Prozent zulassungsbeschränkter Studienangebote im oberen Mittelfeld und knapp über dem Bundesschnitt von rund 32 Prozent, wie aus einer Auswertung des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hervorgeht. Im Vergleich zum Wintersemester 2025/2026 liegt demnach der Anteil auf einem annähernd gleichbleibenden Niveau.
Für die Analyse hat das CHE Einträge der bundesweiten Datenbank HRK Hochschulkompass mit Stand von Ende Mai 2026 ausgewertet. Sie gelten für das Wintersemester 2026/2027. Ein Studiengang gilt als zulassungsbeschränkt, wenn es einen NC, ein Auswahlverfahren oder eine Eignungsprüfung gibt.
Leipzig mit mehr Zulassungsbeschränkungen
Zwischen den beiden größten sächsischen Städten bestehen dabei deutliche Unterschiede: In Leipzig gibt es den Angaben nach bei 58 Prozent der Studiengänge einen NC oder ein sonstiges Verfahren. In Dresden sind es 34 Prozent. In der Auswertung sind nur Orte mit mehr als 15.000 Studierenden einzeln ausgewiesen, daher gibt es für die restlichen sächsischen Universitäts- und Hochschulstandorte keine Angaben.
Vergleichsweise häufig sind in Sachsen Studienangebote in den Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften zugangsbeschränkt (27,9 Prozent). Bei den Ingenieurwissenschaften sind es dagegen nur etwa ein Sechstel. Im Bereich Medizin und Pharmazie haben in Sachsen wie auch bundesweit alle Studiengänge eine NC-Quote von 100 Prozent.
Thüringen mit geringster Quote
Im bundesweiten Vergleich ist der Anteil zulassungsbeschränkter Studiengänge in Berlin mit Abstand am höchsten. Bei knapp 54 Prozent der Studiengänge gilt dort eine Zulassungsbeschränkung. Deutlich einfacher haben es Studienanfänger in Thüringen mit 16,8 Prozent. Das ist knapp die geringste Quote vor Brandenburg (17,2 Prozent) und Rheinland-Pfalz (17,3 Prozent).