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SachsenKein Regen, keine Pilze

02.08.2026, 04:02 Uhr
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Sommersteinpilze, Rotkappen und Wiesenchampignons hätten jetzt eigentlich Saison. Warum sich es aber nicht lohnt, derzeit in die Pilze zu gehen.

Syrau (dpa/sn) - Der fehlende Regen verdirbt Pilzsammlerinnen und -sammlern in diesem Sommer den Spaß. "Zu sagen: "Es gibt Pilze" wäre vermessen", sagte der Pilzsachverständige und Betreiber einer Pilzschule im Vogtland, Steffen Schmidt. Allerdings sei die Saison noch lange nicht zu Ende. Passendes Wetter im August, September und Oktober könnte den Pilzfans noch gut drei Monate lang volle Körbe bescheren.

Pilze mögen keine Hitze

Die Trockenheit sei in diesem Jahr nahezu deutschlandweit ein Problem. Lediglich das Erzgebirge sei zuletzt eine Enklave in Sachsen gewesen, in der sich noch Pilze finden ließen, berichtete Schmidt. Auch die große Hitze bekomme den Pilzen nicht. "Wenn sich ein Pilz aus dem Boden quält, ist er am nächsten Tag schon vertrocknet", sagte der Sachverständige.

Sehr ungünstig sei, dass es in diesem Jahr oft nur lokal begrenzte Niederschläge gegeben habe. "Früher hatten wir Landregen, heute sind es alles kleine begrenzte Regengebiete." Das führe dazu, dass Pilzexperten womöglich an einer Stelle fündig werden könnten, während schon wenige Kilometer entfernt nichts zu holen sein.

Regen dringend nötig

Was ist also nötig, damit es noch ein paar gute Pilzmonate gibt? "Wir brauchen auf jeden Fall Niederschläge und gemäßigte Temperaturen", sagte Schmidt. Es gebe eine Faustregel, an der sich Pilzsammler orientierten: "Man braucht 50 Liter Regen pro Quadratmeter, damit im Waldboden was passiert. 14 Tage nach einem solchen Regen geht es los." Dann könnte sich ein Ausflug in den Wald lohnen.

Wer Pilze sammelt, solle unbedingt ein paar Regeln beachten, teilte das Lebensmittelüberwachungsamt im Landkreis Mittelsachen mit. Die wichtigste: Nur Exemplare mitnehmen, die man sicher kennt. Pilze sollten zudem immer in einem luftigen Korb und niemals in Plastetüten transportiert werden.

Unsicher? Am besten Pilzberater fragen!

Pilzbücher und Apps könnten bei der Bestimmung helfen, die größte Sicherheit biete jedoch die Beratung durch einen erfahrenen Pilzsachverständigen. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie führt im Internet eine Kontaktliste, über die sich bundesweit Experten recherchieren lassen.

Quelle: dpa

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