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SachsenLinke bringen Antrag zum Hitzeschutz in den Landtag ein

24.07.2026, 05:01 Uhr
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Auch wenn die Tage momentan etwas kühler sind, bleibt der Umgang mit der Hitze ein wichtiges Thema. Die Linken beantragen im Landtag einen landesweit wirksamen Hitzeaktionsplan.

Dresden (dpa/sn) - Sachsen braucht nach Ansicht der Linken dringend einen Aktionsplan für Hitzetage. In einem Antrag an den Landtag wird die Regierung aufgefordert, einen solchen landesweiten Plan zu entwickeln, teilte die Linksfraktion im Parlament mit. Warnungen sollen gebündelt und Bürger über Verhaltenstipps, Anlaufstellen, Kühl-Orte und Notfallkontakte informiert werden.

Land soll Kommunen bei eigenen Aktionsplänen unterstützen

Zudem wird der Freistaat aufgefordert, seine Kommunen bei eigenen Hitzeaktionsplänen zu unterstützen. Trinkwasserbrunnen, Verschattung, Entsiegelung, Stadtbegrünung, Sprühnebelanlagen und kühle, öffentlich zugängliche Aufenthaltsräume sollen gefördert werden. Für Krankenhäuser, Pflegeheime, Kitas und Schulen sollen Mindeststandards gelten, etwa zu Grünflächen und zur Biodiversität.

"Die Temperatur ist für alle gleich - und doch hängt es stark von den Lebensumständen ab, wie gut wir eine Hitzewelle bewältigen können. 'Kein Entrinnen vor der Hitze' - damit finden wir uns nicht ab. Alle Menschen sollen sich schützen können, so wie im Winter alle Anspruch darauf haben, nicht unter Kälte leiden zu müssen", begründete Fraktionschefin Susanne Schaper das Anliegen.

Hitzewellen stellen ein großes Gesundheitsrisiko dar

Schaper erinnerte an lange und intensive Hitzewellen, die ein großes Gesundheitsrisiko darstellen. "Sie treffen vor allem Kinder, Ältere, Pflegebedürftige, chronisch Kranke, Wohnungslose und Menschen mit Behinderungen. Auch Menschen, die schweren körperlichen Tätigkeiten im Freien nachgehen oder in einer Gemeinschaftsunterkunft leben, sind besonders gefährdet." Bei ihnen steige das Risiko, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufversagen und Atemnot zu erleiden.

Die Linken verwiesen auf Schätzungen des Robert Koch-Instituts, wonach es bis zur Jahresmitte 230 hitzebedingte Todesfälle in Sachsen gab. Letzten Sommer starben deutschlandweit 6.300 Menschen an den Folgen extremer Hitze.

Nur fünf Kommunen in Sachsen haben Hitzeaktionsplan

"Es ist höchste Zeit, dass unser Land sich gegen Hitze wappnet", schlussfolgerte Schaper. Derzeit hätten nur fünf Kommunen einen Hitzeaktionsplan, andere würden daran arbeiten oder Einzelmaßnahmen beziehungsweise Klimaanpassungskonzepte umsetzen. Das müsse aber landesweit erfasst und koordiniert werden.

"Eine Voraussetzung für Hitzeschutz, Gesundheit, Biodiversität und Umweltgerechtigkeit ist Stadtgrün. Stadtbäume können die Temperatur auf Fußgängerflächen je nach Standort um bis zu 12 Grad Celsius senken", betonte Schaper. Dennoch werde weiter versiegelt, vor allem in dicht bebauten, städtischen Quartieren, die sich schon jetzt stärker aufheizen.

Quelle: dpa

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