SachsenMehr Anträge auf Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Die Zahl der Anträge auf Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Sachsen ist 2025 gestiegen. Die meisten werden aber nicht als vollständig gleichwertig anerkannt.
Kamenz (dpa/sn) - Die Nachfrage von Menschen mit ausländischen Wurzeln nach einer Arbeit in Sachsen steigt. 2025 lagen den zuständigen Stellen insgesamt 2.824 Anträge auf Anerkennung einer Berufsqualifikation vor, die im Ausland erworben wurde, teilte das Statistische Landesamt mit. Das waren 117 beziehungsweise 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr. 1.136 im Ausland erworbene Abschlüsse und damit weniger als die Hälfte wurden als vollständig gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation anerkannt.
Gleichzeitig erhöhte sich die Anzahl der Verfahren, die mit Auflage versehen positiv beschieden wurden. In 165 Fällen wurden die Anträge nicht anerkannt. Die meisten Anträge betrafen die Berufe Pflegefachmann/-frau (732), Arzt/Ärztin (441) – hier geht es um die Erteilung der Approbation – sowie Lehrerin und Lehrer (388). Am häufigsten wurden im Berichtsjahr 2025 Anträge von Personen bearbeitet, die ihre Ausbildung in der Ukraine (666), in Syrien (478) und in Brasilien (137) abgeschlossen haben.