SachsenMord an Jogger - Lebenslange Haft für Frau und Komplize

Der 76-Jährige starb, weil seine Ehefrau das Erbe haben wollte. Ihrem Mittäter stellte sie Bezahlung in Aussicht. Beide spricht das Gericht des Mordes schuldig.
Dresden (dpa/sn) - Wegen des Mordes an einem 76-jährigen Jogger in Klipphausen-Ullendorf im Landkreis Meißen sind dessen Witwe und ein Komplize zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Ramona B. ihren Ehemann tötete, weil sie an das Erbe kommen wollte, wie es bei der Urteilsverkündung am Landgericht Dresden hieß. Dem 77-jährigen Mitangeklagten Claus T. versprach die 53-Jährige demnach Bezahlung für seine Unterstützung.
Nach den Feststellungen des Gerichts fuhr die Frau ihren ahnungslosen Ehemann am Morgen des 27. September 2024 während seiner Joggingrunde mit einem nicht zugelassenen Auto gezielt von hinten an. Durch den Aufprall wurde der Mann zunächst auf die Motorhaube des Wagens geschleudert und fiel seitlich herunter an den Fahrbahnrand. Dort fuhr die 53-Jährige über den am Boden liegenden 76-Jährigen, der an seinen schweren Verletzungen vor Ort starb. Die Witwe wurde am Tag darauf festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Der 77-jährige Mitangeklagte wusste nach Überzeugung des Gerichts von den Tatplänen. Er besorgte das Auto und organisierte das Abschleppfahrzeug, mit dem er das Tatfahrzeug erst zu einem vereinbarten Übergabeort brachte, es dann abholte und zu einer Werkstatt brachte.