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SachsenNiedrigwasser erhöht Wahrscheinlichkeit von Bombenfunden

17.08.2026, 10:44 Uhr
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Bei Niedrigwasser könnten in Sachsens Flüssen mehr Bomben und Granaten ans Tageslicht kommen. Wie man sich im Ernstfall verhalten sollte.

Dresden (dpa/sn) - Der niedrige Wasserstand in vielen sächsischen Flüssen erhöht nach Einschätzung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Polizei die Wahrscheinlichkeit, dass in den Flussbetten Bomben oder Granaten gefunden werden. Bei weiterhin sinkenden Wasserspiegeln könnten mehr Sprengmittel in Ufernähe auftauchen, teilte Sprecherin Kirstin Ilga mit.

Bislang habe es aber noch keinen signifikanten Anstieg der Funde gegeben. Wegen der Trockenheit führen Flüsse vor allem in Nord-, Ost- und Mittelsachsen Niedrigwasser.

Was tun bei einem Bombenfund?

Die Polizei warnt ausdrücklich davor, einen gefundenen Sprengkörper selbst zu berühren oder zu bewegen. "Die Ansicht, Fundmunition sei nach Jahren ungefährlich geworden, ist lebensgefährlich", erklärte Ilga. Das Gegenteil sei der Fall: Durch den Aufschlag, Korrosion und chemische Zersetzung seien die Kampfmittel wesentlich empfindlicher.

Bei Weltkriegsrelikten, die lange im Wasser oder im Schlamm gelegen haben, könne es zudem im ungünstigsten Fall zu kristallinen Ausblühungen des Sprengstoffs kommen. "In solch einem Fall ist die Lagerfähigkeit nicht mehr gegeben und es gilt das Kampfmittel umgehend unschädlich zu machen", erläuterte Ilga. Die Bombe oder Granate müsse dann vor Ort gesprengt werden.

Wer einen Kampfmittelfund mache, solle den Ort markieren und Näherkommende warnen. Außerdem sollte sofort die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden.

Quelle: dpa

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