SachsenOberlausitzer Heide- und Teichlandschaft wächst

Mit der Erweiterung des Biosphärenreservats umfasst das Gebiet jetzt 32.000 Hektar – hinzukommen Flächen in der Bergbaufolgelandschaft von sechs Gemeinden.
Bautzen (dpa/sn) - Sachsens einziges Biosphärenreservat, die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, wächst um rund 2.300 Hektar. Das hat das Umweltministerium zum 16. Februar beschlossen, wie es in einer Mitteilung heißt. Die Erweiterung umfasst demnach Flächen in den sechs Gemeinden Hohendubrau, Königswartha, Kreba-Neudorf, Lohsa, Malschwitz und Spreetal. Die jeweiligen Gemeinderäte stimmten der Überarbeitung der entsprechenden Verordnung zu.
"Die Erweiterung dieser einzigartigen Kulturlandschaft ist ein großer Erfolg – für die Natur und für die Menschen, die hier leben, wirtschaften oder Erholung suchen", sagte Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) laut Mitteilung. Die hinzugekommenen Flächen in der Bergbaufolgelandschaft würden das Alleinstellungsmerkmal des Reservats stärken.
Biosphärenreservat umfasst nun 32.000 Hektar
Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft erstreckt sich nun über gut 32.000 Hektar, die zugleich Sachsens größtes Vogelschutzgebiet sind. Der Wechsel von breiten Auen und Niederungen der Flüsse mit trockenen Dünen und weitläufigen Kiefernwäldern zeichnet das Gebiet aus. Schon im Mittelalter wurden dort den Angaben nach Karpfenteiche angelegt. Im Norden gehört die Landschaft der ehemaligen Braunkohletagebaue mit dem Speicher Lohsa II und den Abraumkippen bei Bärwalde zum Gebiet.
Seit 1996 handelt es sich um ein anerkanntes UNESCO-Biosphärenreservat. Das Gebiet ist in drei Schutzzonen gegliedert: die Kern- (rund 1.800 Hektar) und die Pflegezone (rund 13.900 Hektar), in denen der Naturschutz im Mittelpunkt steht, sowie die Entwicklungszone (rund 16.700 Hektar), die der Gestaltung der landschaftstypischen Dörfer und der Agrarlandschaft, aber auch der Regeneration der Flächen dient.