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Sachsen Rektorin will TU Dresden zur globalen Universität entwickeln

Ein leerer Hörsaal im Hörsaalzentrum der Technischen Universität Dresden. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Archivbild

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Archivbild)

Dresden (dpa/sn) - Die Technische Universität Dresden soll nach dem Willen ihrer neuen Rektorin Ursula M. Staudinger eine globale Universität für das 21. Jahrhundert werden. Eine solche Universität brauche eine exzellente Forschung und müsse einen Beitrag dazu leisten, Antworten auf die Probleme der Menschheit zu finden, sagte die 61 Jahre alte Psychologin am Montag in Dresden und nannte als Beispiel Themen wie den Klimawandel und die demografische Entwicklung. Eine globale Uni stehe in der Verantwortung, Weltbürger auszubilden. Es gebe aber auch eine lokale und regionale Verankerung.

Die Universität sei ein gesellschaftlicher Akteur. Als Reallabor müsse sie sich auch daran messen lassen, Forschungsergebnisse selbst anzuwenden, sagte Staudinger. Sie sieht die Universität dabei als "lernende Organisation". Zu einer exzellenten TU Dresden gehöre unter anderem auch eine stärkere Profilierung als moderner Arbeitgeber mit einer "Kultur der Wertschätzung, Transparenz, ausgeprägten Beteiligungsformaten sowie effizienten Strukturen und Prozessen".

Die Chancen der Digitalisierung und Diversität gelte es zu nutzen. Die Lehre soll sich in den kommenden Jahren durch innovative, hybride Lern- und Prüfungsformen, überzeugende Lehrinhalte und eine ausgeprägte Forschungsorientierung sowie Internationalisierung auszeichnen. Staudinger, die zuvor jahrelang in den USA lehrte und forschte, will erreichen, dass fortan an der TU Dresden auch außerhalb der Lehrveranstaltungen künftig mehr Englisch gesprochen werden.

"Die Attraktivität unserer Universität für nationale und internationale Studierende eines breiten Altersspektrums wird wachsen", zeigte sich Staudinger überzeugt. Dabei hat die Rektorin auch "ältere Semester" im Blick - Menschen, die im Alter von 40 oder 50 noch einmal einen anderen Abschluss machen oder sich weiterqualifizieren wollen.

"Es wird weiterhin wichtig sein für die TU und alle ihre Mitglieder, dass wir für Toleranz und Weltoffenheit eintreten", sage die Rektorin. Es sei unerlässlich, Brücken zu bauen und zu vermeiden, dass Gräben in der Gesellschaft sich vertiefen. Die TU Dresden müsse als gesellschaftlicher Akteur und Teil der Gemeinschaft sichtbar werden.

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