SachsenJugendlicher stirbt an Drogenmix – Anklage gegen 21-Jährigen

Ein 16-Jähriger stirbt nach der Einnahme zweier Drogen in Dresden. Gegen den mutmaßlichen Dealer ist nun Anklage erhoben worden. Was weiß die Staatsanwaltschaft über die Hintergründe?
Dresden (dpa/sn) - Fünf Monate nach dem Tod eines Jugendlichen in Dresden infolge einer gefährlichen Drogenmischung hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 21-Jährigen erhoben. Dem Mann wird unter anderem die Abgabe von Betäubungsmitteln mit Todesfolge zur Last gelegt, wie die Anklagebehörde mitteilte.
Der 21-Jährige soll Mitte Oktober vergangenen Jahres einem 16-jährigen am Hauptbahnhof 0,5 Gramm Crystal Meth und zusätzlich den psychoaktiven Stoff Isotonitazepyn verkauft haben. Nach dem Konsum der beiden Drogen erlitt der 16-Jährige einen Herzkreislaufstillstand und starb wenige Tage später in einem Krankenhaus.
Laut Staatsanwaltschaft waren die Folgen für den Beschuldigten voraussehbar. Er wurde Ende Oktober festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Er ist bereits geringfügig vorbestraft und hat bislang keine Angaben zum Tatvorwurf gemacht. Das Landgericht Dresden entscheidet nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens.