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SachsenHohe Kosten und Lücken im Ladenetz bremsen E-Lkw in Sachsen

06.04.2026, 04:03 Uhr
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Hohe Anschaffungskosten und fehlende Ladestationen lassen Spediteure beim Umstieg auf Elektro-Lkw zögern. Führen stark gestiegene Dieselpreise nun zum Umdenken?

Dresden (dpa/sn) - Hohe Anschaffungskosten und große Lücken im öffentlichen Ladenetz bremsen in Sachsen den Umstieg auf Elektro-Lkw im Güterverkehr - trotz hoher Dieselpreise. Der E-Lkw habe dort Potenzial, wo Transporte planbar seien - etwa im Regional- und Verteilerverkehr sowie im Werkverkehr mit festen Routen, erläuterte Dietmar von der Linde vom Verband des sächsischen Verkehrsgewerbes. "Im klassischen Fernverkehr bleibt der Einsatz derzeit schwierig, vor allem wegen fehlender Ladeinfrastruktur und begrenzter betrieblicher Flexibilität."

"Der Diesel ist im Alltag nach wie vor das robustere System", konstatierte von der Linde. Aktuell machen den Spediteuren jedoch hohe Kraftstoffpreise infolge des Iran-Krieges massiv zu schaffen. Dadurch steige zwar das Interesse an Alternativen. Das führe aber nicht automatisch zur Anschaffung von E-Lkw. Im Gegenteil: Wegen der gestiegenen Kraftstoffkosten fehle es den Unternehmen an Geld, das sie für den Umstieg auf Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb bräuchten.

Verband fordert Ausbau des Lkw-Ladenetzes

Denn die sind deutlich teurer als herkömmliche Diesel-Lkw und deswegen bisher nicht konkurrenzfähig, wie das Wirtschaftsministerium in Dresden konstatiert. In jedem Elektro-Lkw stecke aktuell der Gegenwert eines zweiten Lkw allein als Batterie. Hinzu kämen operative Einschränkungen im Alltag mit Blick auf Reichweite und Ladezeiten. Das Ministerium sehe daher weiterhin auch andere Antriebsarten als Alternative im Straßengüterverkehr wie Wasserstoff sowie synthetische und biologische Kraftstoffe.

"Die Ladeinfrastruktur ist aktuell der zentrale Engpass", betonte von der Linde. "Ohne ein flächendeckendes, leistungsfähiges Ladenetz entlang der Hauptverkehrsachsen und in den Betrieben wird der Hochlauf der Elektromobilität im Güterverkehr nicht gelingen." Dazu brauche es schnellere Genehmigungen, ausreichende Netzanschlüsse und wettbewerbsfähige Strompreise.

Quelle: dpa

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