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SachsenWeniger Umsatz und Beschäftigte in sächsischer Industrie

15.04.2026, 11:06 Uhr
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Sachsens Industrie musste 2025 Rückgänge bei Umsatz und Beschäftigung hinnehmen. Dagegen entwickelte sich der Binnenhandel im Freistaat unterschiedlich.

Dresden (dpa/sn) - Umsatz und Zahl der Beschäftigten in der sächsischen Industrie sind im Jahr 2025 zurückgegangen. Die 1.262 Industrie-Betriebe im Freistaat erwirtschafteten im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 230.000 Beschäftigten einen Umsatz von 74,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt mitteilte.

Weniger Betriebe im Bauhauptgewerbe

Der preisbereinigte Umsatz fiel demnach binnen Jahresfrist um minus 2,4 Prozent, die Zahl der in der Industrie beschäftigten Menschen um minus 2,3 Prozent. "Ein höherer Beschäftigtenrückgang wurde letztmalig 2009 im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise (-3,3 Prozent) verzeichnet", teilten die Statistiker mit.

Sie wiesen darauf hin, dass die Zahl der Betriebe etwa im Bauhauptgewerbe zurückging, die Beschäftigtenzahl aber weitgehend konstant blieb. Preisbereinigt stieg der Umsatz um 1,4 Prozent auf rund sieben Milliarden Euro.

Im Binnenhandel ergab sich 2025 ein differenziertes Bild: Während der preisbereinigte Umsatz beispielsweise im Kraftfahrzeughandel um minus 0,3 Prozent zurückging, legte der Einzelhandel hier um 1,4 Prozent zu.

Zahlen decken sich mit Stimmung in den Unternehmen

Die Zahlen decken sich mit der zu Jahresbeginn vorherrschenden Stimmung in den Unternehmen. Laut einer im Februar von den sächsischen Industrie- und Handelskammern veröffentlichten Umfrage unter 1.760 Unternehmen herrscht Krisenstimmung in der sächsischen Wirtschaft sowie Enttäuschung über die bisherige Wirtschaftspolitik der schwarz-roten Bundesregierung.

Demnach erwartete fast jedes vierte der befragten Unternehmen einen Stellenabbau im laufenden Jahr (24 Prozent). Besonders betroffen sind den IHK-Spitzen zufolge der Automotive-Sektor, der Maschinenbau sowie die Chemieindustrie in Sachsen. Die IHK fordern geringere Arbeitskosten, weniger Bürokratie und einfachere Antrags- und Vergabeverfahren sowie mehr Investitionsanreize für die Wirtschaft.

Quelle: dpa

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