SachsenSachsen investiert rund 41 Millionen Euro in Feuerwehren

Sachsen investiert in den Brand- und Katastrophenschutz. Über 1.000 neue Feuerwehrfahrzeuge wurden so binnen zehn Jahren angeschafft. Wie viel Geld in diesem und dem kommenden Jahr fließen soll.
Dresden (dpa/sn) - Die Landesregierung plant in diesem und dem kommenden Jahr Investitionen von rund 41 Millionen Euro in die sächsischen Feuerwehren. Konkret geplant sei im laufenden Jahr eine Summe von 30,14 Millionen Euro, teilte das Innenministerium in Dresden mit. Im kommenden Jahr sollen weitere 11 Millionen Euro investiert werden. Binnen der vergangenen zehn Jahre sind 315 Millionen Euro in die Feuerwehren und Feuerwehrinfrastruktur geflossen. "Die Finanzierung von Brand- und Katastrophenschutz verlangt Beständigkeit", sagte Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU).
Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Gunnar Ullmann, nannte die Investitionen der vergangenen Jahre "gut, aber nicht ganz auskömmlich". Für die Planbarkeit brauche man "eine gewisse Höhe, eine gewisse Dimension" bei den Investitionen, damit die Kommunen ihre Technik rechtzeitig ersetzen könnten. Insbesondere bei Gerätehäusern seien künftig weitere Investitionen nötig. Zahlreiche in den 90er Jahren beschaffte Fahrzeuge würden zudem bald die Lebensdauer erreichen, nach der sie ersetzt werden müssten.
136 neue Löschfahrzeuge
Allein rund 142 Millionen Euro hat die Landesregierung für die Modernisierung der Fahrzeugflotte investiert. Seit 2016 seien so 1.105 Feuerwehrfahrzeuge angeschafft worden, hieß es weiter. Mehr als die Hälfte der Summe - rund 75 Millionen Euro - wurde dabei in 136 neue Löschfahrzeuge investiert.
Erst zu Beginn des Monats hatte Innenminister Schuster 15 neue Tanklöschfahrzeuge zur Waldbrandbekämpfung an sieben sächsische Landkreise übergeben. Die besonders ausgestatteten zehn "Tanklöschfahrzeuge Wald" und fünf Großtanklöschfahrzeuge wurden zur Umsetzung der 2023 erarbeiteten Waldbrandschutzkonzeption des Freistaats angeschafft, wie das Innenministerium mitteilte.
Nach Ansicht von Verbandspräsident Ullmann schließen die neuen Fahrzeuge eine "Fähigkeitslücke", die bis dahin bestand. Der Freistaat habe hier nachgesteuert, sagte er. "Noch ist nicht alles in der Beschaffung gelungen, was vorgesehen war, aber wir sind auf einem guten Weg."