SachsenStadtrat folgt bei Wiederaufbau der Carolabrücke Bürgervotum

Die Carolabrücke war im September 2024 überraschend eingestürzt. Jetzt hat der Stadtrat in Dresden über den Entwurf für den Neubau entschieden.
Dresden (dpa/sn) - Der Dresdner Stadtrat hat sich mit Blick auf den Wiederaufbau der Carolabrücke für den Entwurf entschieden, der auch beim Bürgervotum gewonnen hat. Es soll eine zeitgemäße, leichte und zugleich klassische Brücke für Dresden entstehen. Für den Entwurf gab es bei der Abstimmung am Abend kurz vor 20.00 Uhr im Stadtrat 39 Ja-Stimmen und 31 Nein-Stimmen.
Der Entwurf, der das Begleitgremium zum Wiederaufbau der Carolabrücke überzeugt hatte, fiel dagegen im Stadtrat durch. Er stammte vom Planungsteam LAP und Knight Architects.
Ziel ist es nun, Anfang 2027 einen genehmigungsreifen Entwurf für den Wiederaufbau der Brücke vorzulegen. Die Ausschreibung der Bauleistungen ist nach dem Beschluss des Stadtrates für Anfang Oktober 2027 geplant. Der Bau soll im Mai 2028 beginnen und 2031 vollendet sein. Die Kosten werden auf bis zu 140 Millionen Euro veranschlagt.
Die alte Dresdner Carolabrücke – ein Spannbetonbauwerk aus der DDR-Zeit – war in der Nacht zum 11. September 2024 überraschend teilweise eingestürzt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Allerdings wurden auch die beiden stehengebliebenen Brückenzüge so stark beschädigt, dass sie komplett abgerissen werden mussten. Als Ursache für den Einsturz gilt Korrosion, die zum Versagen von Spanngliedern führte.