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SachsenTausende Kinder weniger in Sachsen Kitas

24.02.2026, 09:03 Uhr
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Der demografische Wandel macht sich in Sachsen Kindertagesstätten bemerkbar. Einige von ihnen schließen. Es gibt aber auch Verbesserungen.

Dresden (dpa/sn) - Die Zahl der Kinder in Sachsens Kindertagesstätten ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Zum Stichtag im März 2025 seien noch etwa 312.000 Kinder dort betreut worden und damit rund 7.500 weniger als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Landesamt mit. Binnen eines Jahres ging auch die Zahl der Kindertagesstätten im Freistaat um 15 zurück und betrug im März 2025 noch 3.050.

Kultusminister Conrad Clemens (CDU) sagte angesichts der Zahlen: "Mit jedem Kind weniger verliert Sachsen etwas Zukunft." Bis 2040 werden ihm zufolge 25 Prozent weniger Kinder an den Grundschulen erwartet. "Eine Entwicklung, die wir zuerst in den Kinderkrippen und Kindergärten spüren."

Zuletzt hatte etwa die Stadt Chemnitz mitgeteilt, angesichts des demografischen Wandels 1.000 Kitaplätze abzubauen. Auch Zusammenlegungen von Einrichtungen stehen dort im Raum.

Auch weniger Mitarbeiter in den Kitas

Den Zahlen des Landesamts zufolge ging auch die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kitas binnen Jahresfrist um etwa 2,4 Prozent zurück. Im vergangenen März arbeiteten demnach noch rund 43.000 Menschen in den Kindergärten und Krippen im Freistaat.

Nach Angaben von Clemens werden durch die sinkenden Kinderzahlen Landesgelder frei. Diese werden ihm zufolge bereits für eine Verbesserung der Betreuungsschlüssel an den Kindergärten eingesetzt. Im Sommer sollen auch Krippen davon profitieren. Dann sollen dort rund 210 zusätzliche Vollzeitkräfte zur Verfügung stehen.

Quelle: dpa

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