SachsenTourismusbranche freut sich über Interesse an Ausbildungen

Vor allem der Beruf des Kochs erlebt in Dresden einen Aufschwung. Warum sich wieder mehr Jugendliche für eine Ausbildung in der Branche entscheiden, erklärt der Tourismusverband.
Dresden (dpa/sn) - Die Dresdner Tourismusbranche freut sich über ein gestiegenes Interesse junger Menschen an einer Ausbildung. Hotels, Gastronomiebetriebe, Museen, Veranstalter und touristische Dienstleister berichteten von so vielen und zugleich auch überwiegend guten Bewerbung wie seit Jahren nicht mehr, teilte der Tourismusverband Dresden mit. Das Interesse ist demnach in diesem Jahr ausgesprochen groß.
Schwierige Jahre bei Nachwuchssuche überwunden
"Die Rückmeldungen unserer Mitgliedsunternehmen sind wirklich erfreulich", sagte Diana Maatz, Vorstandsmitglied des Verbandes, laut Mitteilung. Anzahl und Qualität der Bewerberinnen und Bewerber seien nach schwierigen Jahren bei der Nachwuchsgewinnung ein sehr positives Signal.
Bis Ende Juli kamen laut Angaben der Industrie- und Handelskammer Dresden in den Ausbildungsberufen Gastronomie, Hotellerie und Tourismus insgesamt 526 neue Ausbildungsverträge zustande. Das entspricht in etwa dem Niveau des Jahres 2025 (558) und liegt deutlich über den Zahlen der Vorjahre mit 413 im Jahr 2023 und 478 im Jahr 2024.
Abwechslungsreich und nicht durch KI zu ersetzen
"Wir erleben gerade, dass Berufe in Hotellerie und Gastronomie wieder stärker als das wahrgenommen werden, was sie sind - abwechslungsreiche Berufe mit viel Kontakt zu Menschen, internationalen Perspektiven, sehr unterschiedlichen Karrierewegen und auch nicht in Gefahr, kurzfristig durch KI ersetzt zu werden", ergänzte Martin Raich, Generalmanager des Hilton Dresden. Er stellte in den vergangenen zwei Wochen den Angaben nach 14 neue Auszubildende ein.
Viele neue angehende Köche
Ein Beruf ist den Angaben zufolge besonders beliebt: 186 junge Menschen starten in diesem Sommer ihre Ausbildung als Koch oder Köchin. Das Berufsbild habe über Jahre zu den besonders schwierig zu besetzenden Ausbildungsberufen gezählt, so der Verband. Bei Jugendlichen scheine es nun wieder an Attraktivität zu gewinnen. Als Grund wird unter anderem die starke Präsenz von Kochshows und Streamingformaten in den sozialen Medien vermutet.