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ThüringenNeue Kunstfest-Leitung mit Start des Festivals zufrieden

23.08.2026, 16:47 Uhr
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Das Kunstfest Weimar ist ein wichtiges Festival für Zeitgenössisches. Ein Frauen-Duo hat in diesem Jahr die Verantwortung übernommen. Was in den nächsten Tagen zu erwarten ist.

Weimar (dpa/th) - Akrobaten im Park an der Ilm und Musik mit getunten Autos: Die ersten Tage des Kunstfests Weimar haben Akzente gesetzt und sind nach Einschätzung von Katharina Germo gut besucht gewesen - auch wenn das kühle, zeitweise regnerische Wetter "nicht das klassische Sommerfestival-Feeling aufkommen ließ". Trotzdem seien viele Menschen gekommen. "Ich bin zufrieden mit dem Start", sagte Germo auf dpa-Anfrage. Sie habe von Besuchern sehr positive Rückmeldungen bekommen.

Sie hat zusammen mit Juliane Hahn in diesem Jahr die Leitung des Festivals übernommen, das als eines der wichtigsten für zeitgenössische Künste nicht nur in Ostdeutschland gilt.

Sehr gut nachgefragt seien Karten für internationalen, zeitgenössischen Tanz. Unter dem Titel "Ausbrechen" gebe es jeweils am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche einen dreiteiligen Tanzabend.

"Wir hoffen auf eine sichere Grundfinanzierung"

Auf dem Programm stünden auch aktuelle Theaterarbeiten, darunter Ende August das Dokumentartheaterstück "96 Prozent" des griechischen Regisseurs Prodromos Tsinikoris. Es gehe um die fast vollständige Vernichtung der jüdischen Gemeinde der griechischen Stadt Thessaloniki während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Als Experiment bezeichnete Germo das neue Festivalzentrum im Lichthauskino mit kleineren Kulturformaten, für die keine Karten gekauft werden müssten.

Das neue Leitungsduo strebt nach ihren Angaben für die Zukunft eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Land Thüringen an, das das Festival seit vielen Jahren zusammen mit der Stadt Weimar fördert. In diesem Jahr sei die Situation herausfordernd gewesen, weil erst im Mai festgestanden habe, wie hoch genau die Förderung ausfalle. "Wir hoffen auf eine sichere Grundfinanzierung", sagte Germo.

Rund 100 Veranstaltungen stehen bis zum 6. September auf dem Programm des Festivals. Kunstausstellungen gehören dazu, etwa eine Schau über Vertragsarbeiter aus Mosambik in der DDR. Eine Gruppenausstellung in der Galerie Eigenheim beschäftigt sich mit Humor als künstlerischem Werkzeug und als Waffe gegen Autoritäten. 2025, dem letzten unter der künstlerischen Leitung von Rolf C. Hemke, kamen rund 40.000 Besucher.

Quelle: dpa

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