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SachsenViel Resonanz für Dresdner Musikfestspiele

11.05.2026, 13:10 Uhr
Die-Dresdner-Musikfestspiele-sind-bei-ihrer-am-Donnerstag-beginnenden-49-Ausgabe-nahezu-ausverkauft-Intendant-Jan-Vogler-hat-als-Motto-Leichtigkeit-des-Seins-gewaehlt

Von Jazz bis Schauspiel, von Youtube-Star bis Hollywood: Die Dresdner Musikfestspiele überraschen mit Vielfalt und prominenten Gästen. Einen Monat soll die "Leichtigkeit des Seins" zelebriert werden.

Dresden (dpa/sn) - Die Dresdner Musikfestspiele spüren für ihre 49. Ausgabe viel Resonanz. Mehr als ein Drittel der 64 Veranstaltungen sind bereits vor dem Auftakt ausverkauft, teilte das Festival mit. Es beginnt an diesem Donnerstag im Kulturpalast mit einer konzertanten Aufführung von Richard Wagners "Götterdämmerung" auf historischen Instrumenten. Der offizielle Auftakt der Festspiele unter dem Motto "Leichtigkeit des Seins" folgt einen Tag später an gleicher Stätte mit einem Konzert der Dresdner Philharmonie unter Leitung von Tabita Berglund - moderiert von Comedian Olaf Schubert. Dann tritt auch Intendant Jan Vogler als Solist des Cellokonzerts von Henri Dutilleux auf.

Motto: "Leichtigkeit des Seins"

Vogler führt das große Interesse an den Festspielen unter anderem auf das Motto zurück. "Die Leute sehnen sich nach Leichtigkeit in diesen doch nicht so leichten Zeiten", sagte er wenige Tage vor dem Auftakt. Auch die vielen namhaften Künstler hätten geholfen, dass der Vorverkauf so gut wie noch nie in der Geschichte der Festspiele war. Der Intendant rechnet damit, dass Moderator Schubert auch den klassischen Konzertbetrieb mit seinen Ritualen aufs Korn nimmt und allen Beteiligten ein wenig den Spiegel vorhält.

Großzügige Spenden aus den USA

Laut Vogler hat der gute Vorverkauf dazu beigetragen, sinkende städtische Zuschüsse für die Festspiele aufzufangen. Der Gesamtetat liegt in diesem Jahr bei 6,6 Millionen Euro, die Zuwendung der Stadt Dresden bei 890.000 Euro. Dass der Etat in diesem Jahr so groß ausfällt, hängt auch mit einer großzügigen Spende vom Packard Humanities Institute in Los Altos (US-Bundesstaat Kalifornien) zusammen. Die Stiftung stellte rund 1,7 Millionen Euro für die Aufführung der "Götterdämmerung" bereit.

Finale für Wagner-Projekt

Mit dem letzten Teil von Wagners "Der Ring des Nibelungen" schließen das Festspielorchester und das Ensemble Concerto Köln unter der Leitung von Kent Nagano ihren Wagner-Zyklus ab. Mit "The Wagner Cycles" verbinden die Musikfestspiele musikalische Praxis und Wissenschaft zu einem neuartigen Klangerlebnis. Auf historischen Instrumenten sowie im Gesangs- und Sprachstil der Wagner-Zeit wurden seit 2023 die "Ring"-Teile bei den Festspielen in Dresden und bei Tourneen europaweit aufgeführt. 2027 soll im Wiener Konzerthaus der komplette "Ring" im Sound der Entstehungszeit erklingen.

64 Aufführungen von Jazz über Weltmusik bis Schauspiel

Das Motto der Festspiele soll sich wie ein roter Faden durch die 64 Veranstaltungen ziehen. Neben Klassik und Oper bekommen auch Jazz, Weltmusik, Crossover, Tanz, Schauspiel, Lesung und Performance eine Bühne. Fast 30 Künstler und Ensembles feiern 2026 ihr Debüt bei den Dresdner Festspielen, darunter der österreichische Schauspieler Tobias Moretti, das Wiener Burgtheater sowie der Pianist und als "Cateen" bekannte Youtube-Star Hayato Sumino. Hollywood-Legende Bill Murray kommt zum Finale am 14. Juni um gemeinsam mit Vogler und weiteren Künstlern das literarisch-musikalische Programm "New Worlds" vorstellt.

Quelle: dpa

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