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Sachsen Weniger Kinder und Jugendliche in Sachsen in Obhut genommen

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Dresden (dpa/sn) - In Sachsen mussten im vergangenen Jahr weniger Kinder und Jugendliche in Obhut genommen werden. Wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte, gab es 2576 entsprechende Schutzmaßnahmen. Damit wurden rechnerisch jeden Tag sieben Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Zudem meldeten die Jugendämter 134 Inobhutnahmen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. 2019 gab es insgesamt 3054 Inobhutnahmen.

Ein Großteil der Fälle (77 Prozent) wurde wegen "dringender Gefahr" von den sozialen Diensten der Jugendämter sowie Polizei und Ordnungsbehörden veranlasst. In 13 Prozent der Fälle passierten die Schutzmaßnahmen auf eigenen Wunsch der Kinder und Jugendlichen. Die häufigsten Gründe für eine Inobhutnahme waren den Statistikern zufolge Überforderung der Eltern, Beziehungsprobleme sowie Anzeichen für Verwahrlosung. Gut 1200 Minderjährige wurden zwei Wochen und länger in Schutz genommen.

© dpa-infocom, dpa:210803-99-683954/2

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