SachsenWinzer entzünden Feuer zum Schutz vor Frostschäden

Vor zwei Jahren sorgte Frost im Frühling für schwere Einbußen im Weinbau. Jetzt sind erneut Minusgrade vorhergesagt, und in den Weinbergen sollen Feuer die Rebstöcke schützen.
Radebeul (dpa/sn) - Im sächsischen Elbtal werden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch die gefürchteten Spätfröste vorausgesagt - und die Winzer wollen ihre Weinreben mit Feuern davor schützen. Wie das Staatsweingut Wackerbarth mitteilte, sollen in acht Weinbergen und Junganlagen mehrere Hundert kleine kontrollierte Feuer entzündet werden. Damit sollen mehr als 100.000 Rebstöcke vor den Minustemperaturen geschützt werden.
Der Deutsche Wetterdienst sagt für die Nacht zum Mittwoch in Sachsen eine Abkühlung auf bis zu minus drei Grad voraus. Das Staatsweingut stuft ungefähr ein Drittel seiner Rebflächen als frostgefährdete Lagen ein und will dort die Frostschutzkerzen entzünden.
Erst vor zwei Jahren hatte Frost im April die Winzer im Elbtal hart getroffen. Schloss Wackerbarth fuhr 2024 nur etwa 25 Prozent der Ernte eines üblichen Weinjahres ein. Der Freistaat Sachsen hatte die Wein- und Obstbauern damals mit Finanzhilfen unterstützt.