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SachsenZinnwald Lithium komplett übernommen

28.07.2026, 10:36 Uhr
Eine-Firmenuebernahme-soll-den-geplanten-Lithiumabbau-in-Zinnwald-Osterzgebirge-beschleunigen

Mit der Übernahme von Zinnwald Lithium will AMG den Abbau im Osterzgebirge beschleunigen. Wirtschaftsminister Dirk Panter sieht darin einen Vertrauensbeweis für den Standort Sachsen.

Zinnwald (dpa/sn) - Sachsen verbindet mit der vollständigen Übernahme der Zinnwald Lithium Plc. durch das Unternehmen AMG Critical Materials N.V. eine Beschleunigung beim Abbau des strategisch wichtigen Rohstoffs. Der Spezialist für die Produktion und Entwicklung hochwertiger lithiumhaltiger Materialien für Energiespeicher wolle damit die Entwicklung des Lithiumprojekts im Osterzgebirge vorantreiben, teilte das sächsische Wirtschaftsministerium mit.

"Heimisches Lithium kann dazu beitragen, Europas Versorgung mit kritischen Rohstoffen widerstandsfähiger zu machen und die Transformation der Automobil-, Batterie- und Hightech-Industrie zu unterstützen. Dies stärkt den Rohstoffstandort Sachsen und ganz Europa", betonte Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD). Dass ein international tätiges Unternehmen wie AMG sein Engagement in Sachsen ausbauen wolle, zeige die Attraktivität des hiesigen Standortes und das Vertrauen internationaler Investoren in den Freistaat.

Lithium gilt als strategischer Rohstoff

Lithium zählt zu den von der Europäischen Union als strategisch eingestuften Rohstoffen und ist ein zentraler Bestandteil moderner Batterien für Elektromobilität sowie stationäre Energiespeicher. Das Lithiumvorkommen im Osterzgebirge gehört zu den bedeutendsten bekannten Lagerstätten Europas. Zinnwald Lithium Plc. ist keine deutsche Aktiengesellschaft (AG), sondern eine nach britischem Recht gegründete Public Limited Company (Plc).

Die vollständige Übernahme war seit längerem angekündigt und wurde am Montag vermeldet. Zuvor hielt die zum Konzern AMG Critical Materials N.V. gehörende AMG Lithium rund 30 Prozent der Anteile an Zinnwald Lithium. AMG Lithium hat in Bitterfeld-Wolfen vor rund eineinhalb Jahren Europas erste Lithiumhydroxid-Raffinerie in Betrieb genommen.

Abbau von Lithium soll schrittweise erfolgen

AMG Lithium hatte angekündigt, den Abbau von Lithium aus Festgestein zunächst schrittweise anzugehen, um das Risiko für alle Beteiligten zu senken. Bislang war von einem jährlichen Abbauvolumen von bis zu 1,5 Millionen Tonnen Lithium-Erz die Rede. Vor allem die zur Diskussion stehenden Standorte einer dafür nötigen Aufbereitungsanlage und einer Abraumhalde sorgen bei Bürgerinitiativen für Widerstand.

Quelle: dpa

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