SachsenZoll entdeckt zahlreiche Verstöße auf Sachsens Baustellen

Bei Kontrollen auf fünf Baustellen in Sachsen stellte der Zoll zahlreiche Verstöße fest. Es geht um Mindestlohn, Beitragsvorenthaltung und Scheinselbstständigkeit.
Dresden (dpa/sn) - Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Dresden hat fünf Baustellen in Sachsen geprüft und dabei eine Reihe von Verstößen aufgedeckt. Mehr als 100 Beamte waren am Dienstag in Dresden, Leipzig, Bautzen und Pirna unterwegs und befragten über 160 Arbeitnehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen, wie das Hauptzollamt Dresden mitteilte.
Daraus resultierten 70 Feststellungen, die weitere Prüfungen oder Strafverfahren zur Folge haben. So gab es den Angaben zufolge elf Verstöße gegen die Mindestlohnvorschriften, 18-mal Beitragsvorenthaltung oder Leistungsmissbrauch, 13 Verstöße gegen ausländerrechtliche Vorschriften und 12 Fälle von Scheinselbstständigkeit.
"Gerade das Bauhaupt- und Nebengewerbe ist besonders von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung mit all seinen Facetten betroffen", sagte die Sprecherin des Hauptzollamts Dresden, Heike Wilsdorf. "Weitverzweigte Firmengeflechte, Umgehungsformen und Verschleierungen erfordern ein risikoorientiertes Vorgehen und akribische Ermittlungsarbeit, um Zusammenhänge, Verbindungen und Manipulationen aufzudecken."