ThüringenAugsten kündigt Rücktritt als Thüringer BSW-Fraktionschef an

Der Thüringer BSW-Politiker Frank Augsten gibt seinen Posten als Fraktionschef auf. Wer ihm nachfolgt, ist noch nicht klar.
Erfurt (dpa/th) - Thüringens BSW-Fraktionschef Frank Augsten hat seinen Rücktritt angekündigt. Die Fraktion werde zeitnah einen neuen Vorsitzenden oder eine neue Vorsitzende wählen, hieß es in einer Mitteilung. Bis zur Neuwahl werde Augsten das Amt weiterhin ausüben und die Fraktion leiten.
Der heute 67-Jährige war im Dezember 2024 zum Thüringer BSW-Fraktionschef gewählt worden, nachdem Katja Wolf im Zuge der Regierungsbildung Ministerin wurde. Das Thüringer BSW hatte bei der Landtagswahl 2024 aus dem Stand 15,8 Prozent der Stimmen geholt und stellt seitdem die drittgrößte Fraktion im Thüringer Landtag.
Augsten war einst Grünen-Politiker
Augsten war einst Mitglied der Grünen und hatte dort bereits eine politische Karriere hingelegt – unter anderem als Co-Vorsitzender der Landespartei und Grünen-Landtagsabgeordneter. Fachlich hatte sich Augsten, der Agraringenieur ist, vor allem um Landwirtschaftsthemen gekümmert. Für das BSW sitzt er unter anderem im Landwirtschaftsausschuss und im Umweltausschuss und ist ebenfalls agrarpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Vor seiner zweiten politischen Karriere beim BSW war Augsten zwischenzeitlich Referatsleiter im Thüringer Landwirtschaftsministerium und später Kommissarischer Präsident der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft.
Nachfolger noch unklar
Wer Augstens Nachfolgerin oder Nachfolger auf dem Chefposten der Thüringer BSW-Fraktion sein wird, ist noch nicht klar.
Das BSW ist in Thüringen Teil der Regierungskoalition aus CDU, BSW und SPD und stellt mit Katja Wolf die stellvertretende Ministerpräsidentin. Die Regierung wird geführt von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). Sein Bündnis hat im Parlament keine eigene Mehrheit – es besteht ein Patt zur Opposition, in der sich AfD und Linke befinden. Im Vergleich zu anderen BSW-Fraktionen in anderen Bundesländern galt die Fraktion in Thüringen bisher als weitgehend geschlossen mit nur wenigen potenziellen Abweichlern.