ThüringenBrennholz weiter gefragt - Wie man beim Einkauf spart

Wer Brennholz clever einkauft, kann sparen. Tipps vom Experten: Warum jetzt ein guter Moment sein kann, die Vorräte aufzufüllen - und ob sich der Iran-Krieg auf die Nachfrage auswirkt.
Erfurt (dpa/th) - Der Iran-Krieg und die hohen Energiepreise sind nach Einschätzung von Thüringenforst noch nicht beim Preis für Brennholz durchgeschlagen. "Es bildet sich zumindest nicht eins zu eins ab", sagte der Thüringenforst-Sprecher Horst Sproßmann der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Die Holzpreise würden immer ein Viertel oder ein halbes Jahr im Voraus verhandelt. "Insofern können wir das so nicht bestätigen, weil die Ereignisse im Nahen Osten bei den letzten Preisverhandlungen eben noch keine Rolle gespielt haben", sagte Sproßmann. Zudem sei die Nachfrage derzeit stabil, so der Experte.
Generell gelte aber, dass die Marktmechanismen funktionierten - Angebot und Nachfrage regeln den Preis. "Wenn also die Nachfrage steigt, dann steigen tendenziell auch die Preise." Laut Sproßmann könnten Verbraucher dies aber auch nutzen. Diese Tipps gibt er Verbrauchern mit Kamin oder Kachelofen:
1. Im Sommer kaufen
"Die Saison ist durch. Die Heizsaison war intensiver, es war durchaus ein kalter Winter", sagte Sproßmann. Das habe durchaus zu einer guten Nachfrage beim Brennholz geführt. Diese lasse nun nach dem Ende der Heizsaison aber nach. Brennholzinteressierten könne man daher empfehlen, in den nächsten Monaten ihre Vorräte wieder aufzufüllen. "Denn wer Brennholz im Sommer kauft, der zahlt natürlich relativ weniger als wenn er es im Herbst oder im Winter kauft", sagt Sproßmann.
2. Günstiges regionales Brennholz finden
Die Preise für Brennholz können nach Angaben von Sproßmann je nach Bezugsort sehr unterschiedlich sein. "Brennholzpreise in Erfurt liegen deutlich höher als im Umland oder im ländlichen Raum", sagte Sproßmann. Daher sei eine gängige Empfehlung, sein Brennholz nicht unbedingt im Stadtzentrum zu kaufen, sondern sich im Umland umzuschauen und Preise zu vergleichen. "Da kann man also durchaus den ein oder anderen Euro sparen."
3. Nicht auf eine bestimmte Holzart einschießen
Die Brennholzklassiker für den Kamin sind Buche oder Birke - beide Holzarten haben auch den Ruf, ein schönes Flammenbild beim Abbrennen zu liefern. Birken-Fans loben auch den Geruch des Holzes im Ofen. "Aber auch Nadelholz brennt", gibt Sproßmann zu bedenken. Es hat zwar weniger Energie, ist aber auch deutlich günstiger, sagt der Fachmann. Auch beim Kauf von Mischsortiment könne man Geld sparen.