ThüringenDBG: Beamte sollen auch mehr Geld bekommen

5,8 Prozent mehr Geld erhalten die Angestellten im öffentlichen Dienst in Thüringen. Und die Beamten? Der DGB hat eine Forderung an Regierung und Parlament.
Erfurt (dpa/th) - Der DGB verlangt für die Beamten in Thüringen mehr Geld - durch Übernahme des Tarifabschlusses für die Angestellten im öffentlichen Dienst der Länder. Der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, forderte die Landesregierung auf, den Abschluss mit 5,8 Prozent mehr Geld in drei Schritten zeit- und inhaltsgleich zu übernehmen. Ein Gespräch dazu sei mit Finanzministerin Katja Wolf (BSW) vereinbart. Die SPD-Landtagsfraktion hat sich bereits für eine Übernahme des Abschlusses für Beamte ausgesprochen.
In der Regel werden die Tarifabschlüsse für die Angestellten im öffentlichen Dienst für die Beamten übernommen - in der Vergangenheit aber häufiger mit Verzögerung oder kleinen Abstrichen. Letztlich muss der Landtag zustimmen. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes hat das Land insgesamt rund 65.000 Beschäftigte. Rund 46 Prozent von ihnen sind danach Beamte.
Thüringens Finanzministerin hatten den Tarifabschluss als ausgewogenen Kompromiss bezeichnet. Nach ihren Angaben kostet er Thüringen allein für die Angestellten in diesem Jahr rund 35 Millionen Euro an Mehrausgaben. 2027 seien es rund 71 Millionen Euro mehr und 2028 rund 95,5 Millionen Euro. Diese Ausgaben könnten durch den Landeshaushalt abgedeckt werden, hatte sie erklärt.