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Thüringen Erstmals CSD in Altenburg: Hassmails an Veranstalter

Regenbogenfahnen wehen im Wind. Foto: picture alliance / Gregor Fischer/dpa/Symbolbild

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Altenburg (dpa/th) - Es wird bunt, laut - und ein Zeichen gegen Hass: Am heutigen Samstag (11.30 Uhr) zieht erstmals eine Parade zum Christopher Street Day (CSD) durch Altenburg. Er selbst und das Organisationsteam hätten bei der Planung hunderte Hassbotschaften in den Sozialen Netzwerken erhalten, sagte Veranstalter Torge Dermitzel der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere Medien hatten über die Drohungen berichtet.

Unter dem Motto "Farbe bekennen - Der Regenbogen kennt kein Braun" wollen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Intersexuelle und queere Menschen vom Bahnhof zum Markt ziehen. Dort soll es am Nachmittag ein kulturelles Bühnenprogramm geben. Staatssekretär Torsten Weil will im Namen von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ein Grußwort sprechen.

Die Idee zu der Parade sei ihm gekommen, nachdem er mit Nagellack an den Fingern in der Stadt mehrmals beschimpft und bedroht worden sei, sagte Dermitzel, der im vergangenen Jahr aus Norddeutschland nach Altenburg gezogen ist. Dem habe er etwas entgegensetzen wollen. Unter den Hassnachrichten seien auch Morddrohungen gewesen. "Mit Blick auf Samstag wird einem da schon etwas mulmig". Er habe die Nachrichten nicht zur Anzeige gebracht.

Die Polizei geht für den Samstag von keiner konkreten Bedrohungslage aus, wie eine Sprecherin sagte. Es sei bekannt, dass der Veranstalter schon bei einer früheren Versammlung verbal angegriffen wurde. Dazu werde ermittelt.

© dpa-infocom, dpa:210709-99-324948/2

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