ThüringenMehr als 300 Menschen bei pro-kurdischer Kundgebung in Jena

Angesichts der schwierigen Lage der Kurden in Syrien versammeln sich bundesweit Menschen zu Solidaritätsdemonstrationen – auch in Jena. Die Teilnehmerzahl fiel hier deutlich kleiner aus als erwartet.
Jena (dpa/th) - Mehrere Hundert Menschen haben sich am Samstag in Jena zu einer Solidaritätsaktion für die kurdischen Gebiete in Syrien versammelt. Ein Polizeisprecher schätzt die Zahl der Teilnehmer einer Kundgebung im Stadtzentrum auf rund 360 Menschen, die eine Demonstration bis in die Abendstunden folgen sollte. Auf Plakaten und Transparenten wurde vor Vertreibung und Völkermord an der kurdischen Bevölkerung der Region gewarnt. Zu sehen waren rot-weiß-grüne kurdische Flaggen.
Anlass ist die aktuelle Situation der Kurden in Syrien und die Angst vor einer weiteren Eskalation. Es kamen zunächst deutlich weniger Menschen als erwartet. Für die Demonstration waren 1.000 Teilnehmer bei der Stadt Jena angemeldet worden. Die Stadtverwaltung hatte vor Verkehrsbehinderungen im Zentrum gewarnt. Zwischenfälle gab es laut Polizei zunächst nicht.
In Nord- und Ostsyrien kämpfen Regierungstruppen und die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) um Macht, Einfluss und Gebietskontrolle. Zuletzt hatten SDF und die Übergangsregierung in Syrien ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen.
Demos in mehreren deutschen Städten
Auch in anderen deutschen Städten waren am Samstag pro-kurdische Demonstrationen geplant. Seit Jahresbeginn war es bereits in mehreren deutschen Städten zu Demonstrationen gekommen.